Heizölpreise: Analysten spekulieren über Gegenbewegung

US-Ölbestandsdaten von API und Anschlagsdrohungen in Nigeria stützen die
Ölpreise. Analysten: Markt überhitzt - Abwärtskorrektur möglich. Heizölpreise seitwärts.


Internationaler Markt



Nachdem sich die Ölpreise auch gestern Vormittag noch einmal abwärts orientiert hatten, konnten sich die Notierungen an ICE und NYMEX in der zweiten Tageshälfte wieder fangen. Eine Meldung aus Nigeria, wo Rebellen neue Anschläge auf die Ölinfrastruktur des Landes androhten, sowie die weiter gesunkenen Rohölvorräte in den USA wirkten stützend. Das eine löst Befürchtungen aus, dass sich die Marktlage durch Produktionsausfälle weiter verknappen könnte, das andere wird als Beleg dafür genommen, dass sie knapp ist.

Laut vorläufiger Zahlen des American Petroleum Institutes (API) sind die US-Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche deutlich und mehr als erwartet zurückgegangen. Die Reserven an Destillaten und Benzin legten hingegen mäßig zu. Unter dem Strich werteten die Trader die Aussagen als preistreibend. Die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) folgen heute um 17 Uhr und werden als wichtiger Richtungsweiser für die künftige Marktentwicklung Beachtung finden.

Der Wille der Händler, auf steigende Preise zu setzen, hat weiter Bestand. Indes sprechen jedoch immer mehr Analysten davon, dass die Ölpreise im Zuge einer Abwärtskorrektur fallen könnten. Sie gehen unter anderem davon aus, dass die hohen Preise das Nachfragewachstum bremsen, während sie gleichzeitig die immer rentabler werdende US-Ölproduktion ankurbeln. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert ebenfalls einen zügigen Ausbau der US-Ölproduktion und sieht die USA eventuell noch in diesem Jahr als weltweit größten Produzenten. Bislang steht Russland vor Saudi-Arabien auf Platz eins der Rangliste, gefolgt von den USA.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten heute Morgen über dem Niveau von gestern früh. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 64,06 Dollar Tendenz: steigend. Die Nordseesorte Brent steht bei 69,38 US-Dollar Tendenz: steigend das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 612,50 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8184 Euro Tendenz: steigend zu haben. Damit kostet der Euro 1,2212 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt



Die kurze Abwärtsbewegung der Heizölpreise ist zunächst gestoppt. In der 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich das bereits. Der durchschnittliche Preis für 100 Liter liegt nunmehr deutlich unter 61 Euro bei einer Standardlieferung.

Marktbeobachter nehmen die leichte Entspannung auf erhöhtem Niveau gern mit. Unser Schwarm-O-Meter für Heizölxdufxrrzcqzyaquabvttecvactseqbabcztay steht auf dem höchsten Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. Die Hoffnung auf sinkende Preise ist mit dem jüngsten Abgang wieder etwas belebt. Laut Lesereinschätzung glauben 84 Prozent unserer Kunden daran.

Der Blick auf die Preistrends bleibt allerdings wenig aufbauend für Verbraucher. In allen kurz-, mittel- und längerfristigen Zeitabschnitten weisen unsere Charts Aufwärtstrends aus. Lediglich die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt bestellen. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken, um bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen zu können. Geduld ist dafür derzeit allerdings unabdingbar.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.


18.01.2018