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HEIZÖL: 0,5 Mio. Barrel zum Glück
Saudis wollen OPEC-Beschluss schminken.
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Die OPEC pumpt täglich ca. 2,5 Mio. Barrel mehr Rohöl, als sie sich offiziell zugesteht. Saudi Arabien will die Quote anlässlich des Ministertreffens um 0,5 Mio. Barrel anheben. Das entspricht einer Absenkung der Überproduktion auf 2 Mio. Barrel ohne realen Effekt für die Versorgung. Darüber gibt es Streit im Kartell. Als Hintergrund der absurd anmutenden Diskussion wird vermutet, dass kein Land mit Ausnahme Saudi Arabiens in der Lage wäre, die Produktion zu erhöhen. Diese Vermutung lässt die Preise langfristig steigen, egal was heute beschlossen wird. Aktuell ist der Markt gut versorgt.
preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC-Diskussion um Liefermengen IEA erhöht Nachfrageprognose Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien Geopolische Lage, allgemeine Unsicherheit Streikankündigung in Nigeria Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Einige OPEC-Mitglieder möchten Quote erhöhen Befriedigende Versorgungslage Befriedigende US-Vorräte (nicht Heizöl!) Befriedigende Vorräte der OECD-Länder
Unsere Heizölpreise bewegen sich seit einigen Tagen auf hohem Niveau seitwärts. Verbraucher haben sich angesichts der als teuer empfundenen Preise vom Markt abgewendet. Die Hoffnung auf billigeres Öl lebt. Sie könnte zwar mittelfristig durch kleine Absenkungen befriedigt werden. Langfristig ist aber mit höheren Preisen zu rechnen. Wir möchten an die Erfahrungen des letzten Jahres erinnern. Ab April wiesen wir auf den zu erwartenden Preisanstieg hin. Die meisten Verbraucher hielten das für unmöglich. Die Preise galten bereits als hoch. Der Liter kostete 35-37 Cent bei 3000 Liter Liefermenge. Käufe wurden verweigert. Massenhaft gekauft wurde schließlich bei Preisen zwischen 42 und 45 Cent.
16.03.05
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