esyoil-Logo Heizöl-Aktuell: An der Grenze wird es spannend

An der Grenze wird es spannend

Ein Kommentar von Klaus Bergmann (Geschäftsführer)

Die Ölnotierungen befinden sich seit Anfang August in einem ausgewachsenen Abwärtstrend. Der sollte die Rohölpreise mindestens noch bis an die nahe gelegene 70-Dollar-Marke tragen. Dort ist die untere Grenze des übergeordneten Seitwärtstrends. Ursächlich für den ordentlichen Preisverfall ist die angeschlagene US-Konjunktur. Betrieben wird der Fall von einer zunehmend entnervten Finanzszene. Ihre stark bärische Stimmung ist eine gute Vorraussetzung für einen Durchbruch durch die untere Grenzlinie des übergeordneten Trends. Das Fell des Bären sollte allerdings nicht vor dem erfolgreichen Schuss verteilt werden. Die Finanzszene hat viel zu verlieren. Sie wird heftigen Widerstand gegen einen Grenzbruch mobilisieren. Spannend wird es beim Dollar. Die „Sicherer Hafen Geschichte“, die den Dollar bisher hoch hält, wird kritisch gesehen, seit klar ist, dass die FED zur Stützung der US-Wirtschaft weiteres Geld in den Markt pumpen muss. Damit steigt das Entwertungsrisiko für die US-Währung.

preistreibende (bullische) Einflüsse:

preisdrückende (bärische) Einflüsse:

Unsere Heizölpreise geben nach. Das geschieht langsam und es geschieht unterschiedlich in den Regionen Deutschlands. Im Norden stimmt der Rückgang mit den Vorgaben der Öl- und Dollarnotierungen überein. In Bayern ist das nicht der Fall. Dort gibt es eine Tendenz zu steigenden Preisen wegen angespannter Versorgungslage. Ursächlich ist die Abschaltung von Raffinerien zu Wartungszwecken. Dieser Umstand kann bei steigender Nachfrage, mit der in den kommenden Wochen und Monaten zu rechnen ist, schnell zu starkem Preisanstieg führen. Die internationalen Einflüsse sind hingegen zunehmend freundlich für Heizölkäufer. Chancen auf weiteren Preisrückgang bekommen etwas Kontur. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

Leser-Kommentare

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  • Harald

    Was interessiert mich eine Unterstützungslinie bei 70 US-$, die die Glaskugel, in die alle Analysten schauen, auch nicht durchsichtiger macht?
    Es ist doch mittlerweile Tradition, dass im Februar die Heizölpreis am niedrigsten sind (relativ gesehen).
    Ich glaube, dass der Rohölpreis unter die 60-Dollar-Marke fallen wird bei allerdings etwas steigendem Dollar.
    Ich brauche im Februar wieder Öl und hoffe.

    Ich schaue übrigens täglich sehr gerne auf esyoil.

    Gruß

    H.Buß

  • Euro gut alles gut

    hallo Herr Bergmann,

    eine zukünftige Bundesregierung sollte Sie als Ghostwriter einsetzen. Ihre Erkenntnisse sind voll umfänglich zu teilen.M.E. zeigt insbesondere der Chart der letzten Wochen immer wieder, das die
    " Kurspflege " erlahmt, und m.E. auch zwingend in einen Ölpreis Crash münden muss.Und da sind "Notverkäufe " noch gar nicht eingerechnet.
    wenn das der Fall ( im Wortsinn ) ist, ist das der erste ( wenn auch unfreiwillige ) gute Beitrag der Finanzindustrie : Durch jahrelange Überreizung und Überausbeutung , hier Öl ,das Gegenteil erwirken !

    Diesel ca. 70 cent ! ...usw...

  • Jan

    Da wird Harald wohl recht haben...die letzten Jahre hats gepasst. Mal schauen. Und Übrigens: weniger gierige Spekulanten = weniger Kosten für die Verbraucher

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