China lässt Hoffnung auf Ölpreisrückgang zu
Inflationsrate zwingt zu Gegenmaßnahmen.
Dank der Finanzindustrie halten sich die Ölpreise im bullischen Trend. Charttechnisch wirkt der ausgereizt. Die Idee vom Konjunkturaufschwung hält ihn bisher am Leben. In China ist die Inflationsrate unerwartet in die Höhe geschnellt. Die Zentralbank wird darauf mit höheren Zinsen reagieren müssen. Eine solche Maßnahme löst Angstreflexe bei Spekulanten aus. Daraus kann sich die fällige Gegenbewegung zum Aufwärtstrend entwickeln. Die übergeordneten, längerfristigen Preistrends für Rohöl und Heizöl sind seitwärts gerichtet. Benzin konnten Spekulanten in einen Aufwärtstrend drücken. Das hatten sie im Vorfeld der Heizsaison bei Heizöl ebenfalls versucht. Der Überfluss des Brennstoffs und vor allen Dingen zwischenzeitliche Konjunktursorgen vereitelten die Attacke. Die Versorgungslage beim Benzin sieht ähnlich üppig wie beim Heizöl aus. Der Aufwärtstrend müsste aus Marktsicht in Kürze scheitern. Dass er tatsächlich scheitert, ist alles andere als gewiss. Wenn die Finanzakteure das Benzinspiel gewinnen, besteht die Gefahr, dass sie Rohöl und Heizöl ebenfalls in Aufwärtstrends zwingen. Beim Dollar hält der Aufwärtstrend. Vorübergehend hat er aber seine spürbare Wirkung verloren, weil er sich in einer konsolidierenden Gegenbewegung befindet.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
OPEC-Exporte sinken geringfügig
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
China strafft Geldpolitik
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage in alten Industrieländern
Unsere Heizölpreise zeigen momentan wenig Bewegung. Der Trend weist hingegen aufwärts. Das gilt sowohl für die kurzfristige als auch für die längerfristige Betrachtung. Dieser Umstand steht im Widerspruch zur Marktlage. Die ließe tiefere Heizölpreise erwarten. Da aber nicht der Ölmarkt, sondern die Finanzindustrie die Preisrichtung bestimmt, besteht wenig Hoffnung auf einen Trendwechsel. Kaufimpulse können allenfalls in den immer wieder auftretenden Zwischentiefs der Preisbewegung gefunden werden. Wer diese nicht sucht, muss sich vom Füllgrad des Tanks leiten lassen. Kurz vor leer wird es höchste Zeit zu ordern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.
- 12. März 2010
Leser-Kommentare
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schrieb am Samstag, 13. März 2010 - 7:25 Uhr:
Zum Thema abiotisches Erdöl gibt es kommenden Montag um 21:30 auf 3SAT einen Sendebeitrag der hitec-Reihe. Man kann ihn auch online ansehen (http://www.3sat.de/hitec/hitec_titel.html). Der interessantere Teil beginnt ab der 10. Sendeminute.
Insgesamt ist verwunderlich, dass die nichtbiologische Entstehung von Kohlenwasserstoffen überhaupt bezweifelt wird.
Immerhin ist unbestritten, dass Vulkane große Mengen Methangas fördern können.
Das Sonnensysteme strotzt vor Kohlenwasserstoffen. Alle Planeten außer Merkur haben Methan in ihrer Atmosphäre, Neptun und Uranus sogar in großer Menge. Alle Planeten außer der Erde sind bisher unverdächtig, biologisches Leben als Quelle der Kohlenwasserstoffe zu beherbergen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20897/1.html
http://www.wissen-news.de/sonnensystem/neptun.php
http://www.solarviews.com/germ/uranus.htm
http://www.sternwarte-zollern-alb.de/beobachtungen.../index.htm
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-10311-2009-08...08-07.html
Der Saturnmond Titan besitzt nachweislich der Cassini-Mission Methanseen, Ethanwolken, sowie geringere Anteile Propan und Butan an seiner Oberfläche. Und das bei -200 Grad Celsius ganz ohne biologisches Leben bzw. \"fossile\" Quellen.
http://www.scinexx.de/dossier-342-1.html
http://astronomie.scienceticker.info/2009/09/07/re...auf-titan/
http://www.marspages.eu/index.php?page=117
Die sogenannte Urmaterie des Sonnensystems, wie sie in Asteroiden konserviert wurde und als Meteoriten auf die Erde trifft, enthielt und enthält Kohlenstoff und zahlreiche Kohlenwasserstoffverbindungen in großer Menge.
http://www.welt.de/print-welt/article469826/Aeltes...stems.html
http://tw.strahlen.org/fotoatlas1/meteorite_chondr...rite1.html
Selbst auf zwei Exoplaneten wurde Methan nachgewiesen, das bei Temperaturen um die 900 Grad Celsius wohl kaum biologischen Ursprungs sein kann.
http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article18...iesen.html
http://astronomie.scienceticker.info/2009/10/21/me...-entdeckt/
Insgesamt ist klar, dass zumindest Methan auch auf der Erde im Erdmantel enthalten ist oder gebildet wird, ständig entweicht, und wegen der im Erdmantel gespeicherten großen Menge an Kohlenstoff noch für sehr lange Zeit zur Verfügung stehen wird, vermutlich so lange, bis die Erde in einigen Milliarden Jahren von der Sonne verbrannt wird. Und das selbst dann, wenn Methan nicht ständig abiotisch und biotisch nachgebildet werden würde.
Ob Erdöl im Erdmantel ständig neu nachgebildet wird, ist bisher unklar. Allerdings deuten Auffülleffekte wie bei dem im 3SAT-Bericht erwähnten südrussischen giant field in diese Richtung. Ähnliche Auffülleffekte wurde auch im Golf von Mexiko und in weiteren Ölfördergebieten beobachtet.
Die Verunreinigung von Erdöl durch sogenannte Biomarker ist ohne Aussagekraft, da diese Kontamination sowohl bein Aufstieg durch fossil belastete Sedimentschichten als auch durch erdölabbauende Tiefenbakterien erzeugt worden sein kann.
Für die Ausrufung des Endes der Öl- und Gaszeitalters erscheint es jedenfalls bei dem heutigen unzureichenden Kenntnisstand zu früh.