Iranproblem lässt nicht locker
Die Kriegsrhetorik zwischen dem Iran und den USA hat ein neues Hoch erklommen. Sie hinterlässt sichtbare Spuren bei den Ölpreisen. Insbesondere die europäische Sorte Brent droht aus ihrem Seitwärtstrend nach oben auszubrechen. Im Gegensatz zu den USA, die sich in der komfortablen Lage einer Überversorgung mit Rohöl befinden, ist Europa auf iranisches Öl angewiesen. Sein Ersatz ist derzeit zwar noch möglich. Er wird aber kaum preisneutral zu haben sein. Unterstützt wurden die steigenden Ölpreise durch positive Wirtschaftsdaten aus den USA. Dieser Umstand dürfte im Gegensatz zum Irankomplex nur kurz wirken, da er keinen Einfluss auf den Ölkonsum hat. Im Gegenteil, der US-Verbrauch ist trotz moderatem Wirtschaftswachstum auf ein 13-Jahres-Tief gesunken. Mehr preisliche Substanz hat der strenge Winter in Europa. Er treibt die Ölnachfrage voran. Dies kann sogar überproportional zu den Temperaturen geschehen, wenn ungenügende Gaslieferungen teilweise durch Öl ersetzt werden müssen.
preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl:
Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst
preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl:
IWF senkt Wachstumsprognose
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Unsere Heizölpreise ziehen kräftig an. Der Impuls kommt in erster Linie von den Ölnotierungen. Verstärkt wird er im Binnenmarkt durch absehbare logistische Probleme auf den Wasserstraßen und durch eine wachsende Zahl von Leerständen in privaten Heizöltanks. Es soll immer noch Verbraucher geben, die Ihre Tankstände nicht im Griff haben, weil sie über keine Tankanzeige verfügen. Was dem Autofahrer undenkbar ist, scheint vielen Ölheizern normal zu sein. Das sollte es nicht, denn es kann im tiefen Winter sehr unangenehm und teuer enden. Das muss es nicht, weil es einfache Abhilfe gibt, den elektronischen Peilstab von esyoil. Der hilft Leerstände zu vermeiden und er hilft zusammen mit esytrol die Energieintensität des eigenen Hauses zu ergründen. Das ist die beste Grundlage für eine energetische Sanierung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen.
- 6. Februar 2012
Leser-Kommentare
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schrieb am Montag, 6. Februar 2012 - 20:22 Uhr:
Bisher hieß es doch immer das der iranische Anteil, jetzt übertrieben, "vernachlässigbar" gering ist und nun sorgt dies für einen derart hohe Preissteigerung? Ist doch alles nur reine V.... Die Ölmafia hat den Verbraucher und die Politiker in der Hand.