esyoil-Logo Heizöl-Aktuell: Vorsorge tut Not

Vorsorge tut Not

Ein Kommentar von Klaus Bergmann (Geschäftsführer)

Der Wechsel zum langfristigen Aufwärtstrend der Ölnotierungen wurde gestern nicht vollzogen. Noch bleibt uns der Seitwärtstrend erhalten. Er wackelt allerdings gewaltig. Goldman & Sachs blasen bereits zur Attacke auf neue Preisziele. Sie begründen das mit einer starken Nachfrage aus Asien und geringen Aussichten für eine Zunahme der globalen Förderleistung. Zum moderaten Verlauf der Ölpreisentwicklung könnten Stimmen aus dem Iran beigetragen haben, die als Erfolg der bisher eingeführten Wirtschaftssanktionen interpretiert werden. Demnach ruft das geistige Oberhaupt des Landes, Ayatollah Khamenei, dazu auf, die Ölabhängigkeit der Wirtschaft zu reduzieren. Sie sei zu einseitig und der Staat damit zu verwundbar. Den Worten werden in absehbarer Zeit keine Resultate folgen. Präsident Ahmadinedschad will schnelle Ergebnisse durch eine Senkung der Staatsausgaben um 5,6 Prozent erreichen. Dafür kann er kaum Unterstützung aus der Bevölkerung erwarten. So hat sich die Koalition der Sanktionäre den Gang der Dinge vorgestellt. Wie der Plan weitergeht, ist allerdings nicht bekannt. Entspannend für den Ölpreis war auch die Meldung, dass die Benzinnachfrage in den USA weiter sinkt. Entspannend für die Preisentwicklung in Europa ist die Hoffnung, dass eine griechische Staatspleite abgewendet wird. Sie beflügelte den Euro.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl:
Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Extreme Tieftemperaturen in Europa
Binnenschifffahrt in Deutschland eingeschränkt
Hoffnung auf Abwendung der Staatspleite Griechenlands
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl:
Sanktionen gegen den Iran zeigen Wirkung
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise stiegen gestern kaum. Hauptsächlich ist das einem schwachen Dollar zu verdanken. Aus dem Binnenmarkt kommen nach wie vor heftige bullische Signale. Die Liste der Unannehmlichkeiten wird nicht kürzer. Im Gegenteil, immer mehr Tanklager melden Leerstand. Gleiches gilt für Verbrauchertanks. Der Nachschub kommt unzureichend. Im Süden fehlt Raffineriekapazität. Im Rest der Republik wachsen die Schwierigkeiten auf den Wasserstraßen. Die weit verbreitete Verbraucherhaltung, Heizöl nur noch in kleinen Mengen zu bevorraten, zeigt nun ihre negative Seite. Vorsorge ist nicht nur ein Thema von Versicherungen. Vorsorge ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema der Haushaltsführung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Leser-Kommentare

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  • Bin erbost!

    Zitat von Herrn Klaus Bergmann:
    Die weit verbreitete Verbraucherhaltung, Heizöl nur noch in kleinen Mengen zu bevorraten, zeigt nun ihre negative Seite. Vorsorge ist nicht nur ein Thema von Versicherungen. Vorsorge ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema der Haushaltsführung.

    Sehr geehrter Herr Bergmann,

    wann werden auch Sie endlich begreifen, dass es in dieser Republik inzwischen sehr viele Haushalte gibt, die sich größere Mengen Heizöl einfach nicht mehr leisten können! Zur Vorsorge in einer guten Haushaltsführung gehört auch, nur so viel Heizöl zu bevorraten wie man bezahlen kann, damit auch hungrige Mäuler in der Familie noch gestopft werden können!

    Gründe für diese total überzogenen Heizöl-Preise lassen sich immer finden. Genau so, wie anstehende Lohnerhöhungen abzulehnen. Es hat zwar 2 sehr gute Jahre in der Wirtschaft gegeben, aber nun muss man für die "schlechten" kommenden Jahre Vorsorge betreiben und bietet Lohnerhöhungen weit unter der Inflationsrate an! Die Schere geht immer weiter auseinander und die Menschen werden sich eines Tages mit Gewalt das holen, was die Wirtschaftsmafia ihnen jahrelang vorenthalten hat.

  • Gutzmerow

    Die Preisentwicklung des Heizöls wird nicht nur bestimmt von Dollar und erhöhter Nachfrage. - Ein umweltscho-nender, sparsamer Umgang mit jeder Energie hat einen geringeren Umsatz zur
    Folge, dies bedeutet auch einen geringeren Gewinn für die AG. Also wird
    der Sparer durch sein eigenes Verhalten
    auch noch bestraft.

  • Dirk

    Ja, langsam wird's echt brutal. Fast alle Preise bundesweit über 90 Cents.

    Habe noch ca. 2000 Liter im Tank. Das reicht für ca. 1 Jahr. Wie würdet ihr das machen? Aussitzen oder beim nächsten Preisrückgang kaufen?

  • H.W.

    Gebe hier dem Schreiber "Bin erbost" voll und ganz recht. Das Problem der niedrigen Bevorratung kommt nicht von ungefähr. Auch geschuldet der Tatsache, dass die Mineralölkonzerne einen förmlich zum Zocken treiben. Ich beispielsweise kann meinen 7500 Liter-Tank auch nicht so mir nichts Dir nichts füllen, so rufe ich eben mal 3500 Liter ab und das ist schon eine Menge Geld. Gerechnet noch in DM müsste ich sage und schreibe heute knapp 6.200 DM berappen für diese 3500 Liter. Und nochmals, auch ich bin der Meinung, dass man förmlich nur nach Gründen zur Rechtfertigung sucht und sind wir mal ehrlich, die kürzliche Verkündung von Rekordgewinnen kommt ja nicht von ungefähr, die Mineralölkonzerne arbeiten offensichtlich zusammen, nutzen diese Situation voll und rotzfrech aus, die Regierung kassiert auch noch mit und somit ist der Verbraucher auf Deutsch gesagt der ARSCH. Irgenwann, wenn es nicht mehr geht, dann werden diese Konzerne hoffentlich für Ihre Raffgier und Dreistigkeit bezahlen.

  • sterntaler

    Warum sparen wohl die meisten Verbrauer?Wie oben schon gesagt,ich kann nur dann Heizöl kaufen,wenn ich das Geld beisammenhabe!mein heizölhändler gibt`s mir nur,wenn ich ihm das Geld auf den Tisch lege und da ist es ihm egal,ob mein Tank leer ist oder noch was drin.Wegen meiner hübschen Augen bekomme ich nicht`s umsonst.Wir müssen langsam anfangen zu begreifen,daß wir Verbrauer nur bestraft werden,wenn wir sparen,ob dass heizöl,Wasser oder Strom ist,immer werden wir zur Kasse gebeten,wenn den Großen scheint,dass sie zu wenig Geld bekommen.Ich habe noch keinen Stromkonzern erlebt,der sparsamen Verbrauch belohnt hat,egal ob Öko- oder Atomstrom.Macht nur die Verbrauer schön verrückt,dann haben sie mit ihren kleinen Alltagsproblemen zu tun und können die Machenschaften in Politik und Wirtschaft nicht verfolgen und deren Sinn hinterfragen.

  • OilTaur

    Wenn wir Deutschen nur nicht zu faul und/oder zu feigen wären auf die Straße zu gehen. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn lassen wir uns zu viel gefallen. Unsere Schmerzgrenze ist leider viel zu groß, aber irgendwann wird es auch bei uns krachen! Es besteht dann nur die Gefahr dass wir in eine Richtung abschweifen in diese wir schon einmal waren und eigentlich nicht mehr hin wollen.

  • wolfgang frangenberg

    Über Jahre schwache Lohnab-schlüsse aber stetig steigende Energiekosten: Ich denke, die Argumentation des Sparens bei Heizung und Strom zählt nicht so stark wie der sich andeutende point of no return. Und wenn dann die deutsche und europäische Ökonomie kolarbiert, hat China gesiegt. Ist es ein Trost zu wissen, dass die Mineralkonmzerne in Europa dann auch verloren haben?

  • Handwerker

    Ich kann einigen Meinungen nur Recht geben! Die Bürger (das sind die, die auch noch ehrlich Geld verdienen, und Steuer direkt und indirekt bezahlen) müssen immer das ausbaden, was unsere Banker und Politiker verzapfen. Wenn das so weitergeht, sind wir nicht mehr weit von Griechenland entfernt. Die Kosten für Heizung, Strom steigen rapide an, so dass wir immer weniger Geld in der Tasche haben. Ich jedenfalls werde über kurz oder lang überlegen, im Winter mir ein sonniges und warmes Plätzchen im Süden zu suchen, da kann man sich leicht und locker 3000 Euro für`s Heizöl sparen, und unsere Politiker stehen mit leeren Händen da, weil Sie keine Einnahmen von einem ehrlichen Handwerker haben.

  • sterntaler

    Ich glaube nicht,dass wir zu faul sind ,um auf die Strasse zu gehen.Aber wir fürchten die Konsequenzen,verhaftet werden,Prozess,verlierst deine Arbeit und dann was passiert mit Familie oder es kommt zum Schlimmsten und es herrscht Gewalt?Davor werden sich die meisten fürchten.Und glaubt mir,wenn es ernsthafte Proteste gibt,könnt ihr nicht so schnell schauen,wie die Parteien aller Couleur Notstandsgesetze gegen den kleinen Mann verabschiedet haben und alles unterbinden.Im Namen der Erhaltung unserer Demokratie.

  • juenni

    sterntaler, was bistn du für einer?

  • of

    juenni??? wer ist dass?

  • anderwandlang

    Hm, wer hat Hoffnung auf einen deutlich sinkenen Preis in der freien Marktwirtschaft?
    Und subventioniert wird Gegenleistung. Kann die der Normalverbraucher den Politikern bieten?
    Ich werde feinitiv auf Pelltets umstellen. Der Brennraum hat zusätzlich eine Klappe für Stückgut.
    Dauerhaft allerdings gewinnen die regenerativen Energien. In diese Richtung wird es gehen. Nur. MIT KOLLEKTOREN z.B. in diesem Winter Warmwasser erzeugen - funktioniert das? Geothermie ist teuer und muss technisch immer wieder erneuert werden. Erdkollektoren, Lufttauscher, gesund dämmen, Energiemanagement im Haus, Schubladen vor den Fenstern, hirnlosen Komfort stoppen u.s.w.
    Danach ist allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Erde selber hat in ihren Resourcen ebenfalls die gelbe Karte gezeigt, in jede Richtung. Also, immer wieder den eigenen Lebenstil in Frage stellen, das hilft.

  • anderwandlang

    hier sparen einige auf Grund der finanziellen Situation - und werden dann bestraft. Also ich.wir sparen vor allem auch, weil die Resourcen, unglaublich?, dieser Erde endlich sind...oder konkret: nicht beliebig verfügbar sind.

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