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HEIZÖL: Alle Argumente ausgetauscht


Nervosität vor UNO-Sitzung. Standpunkte unveränderbar. Preise auf Kriegskurs.


Mit Spannung wird die heutige UNO-Sitzung erwartet, auf der Hans Blix abermals vortragen wird. Was aber ist wirklich spannend an der Sitzung? Weder der Inhalt des Berichts noch die Standpunkte der Nationen zum Thema Irak werden neu sein. Was zum Thema gesagt werden musste, ist gesagt. Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild:

Blix wird Fortschritte bei der Kooperationsbereitschaft Saddam Husseins verkünden. Seine Leute brauchen mehr Zeit, um dafür zu sorgen, dass der Irak entwaffnet wird. Diese Zeit will ihm die Mehrheit der Mitglieder des Sicherheitsrats geben. Die USA und GB treibt indes die Ungeduld. Sie sind nicht bereit, die Salamitaktik Husseins weiter zu dulden. Ihr Glaube, durch seine schnelle Beseitigung Vorteile einfahren zu können, ist so stark, dass sie zu einem einsamen Krieg gegen den Diktator bereit sind. Der guten Form halber, werden sie dennoch versuchen, mit einer in der nächsten Woche abzustimmenden Resolution die Billigung der Weltöffentlich zu erkaufen.

Auf den Ölmärkten zweifelt niemand daran, dass es zum Krieg kommen wird. Einzig die Frage wie schnell er kommt und wie er verlaufen wird, ist für die Preisbildung relevant. In den Kursen zeigt sich diese Meinung durch einen starken Aufwärtstrend mit einer überlagerten mehr oder weniger starken Wellenbewegung, die die momentane Befindlichkeit widerspiegelt. Und die ist in den letzten Tagen sehr nervös.

Als Nadelstiche werden dem verunsicherten Verbraucher zwischendurch ein paar Preisreaktionen auf die miserable Versorgungslage in den USA beigebracht.

Aktuell scheint sich der Trend wieder klar durchzusetzen. Langsam aber deutlich sichtbar ziehen die Preise aufwärts. Gasöl kostet heute Morgen 338,50$ pro Tonne. Damit ist der Einbruch der letzten Tage so gut wie eliminiert.

Unsere Heizölpreise sind zwar noch etwas zurückhaltend in ihrem Streben nach Höherem. Sie stehen unter den positiven Einflüssen eines schwachen Dollars und einer geringen Inlandsnachfrage. Aber letzten Endes wird es kein Halten geben, wenn der Weltmarkt sie nur kräftig genug ruft. Und dieser Ruf scheint unausweichlich zu kommen. Was bleibt, ist das Warten auf die Zeit danach. Wann die beginnt, vermögen wir noch nicht zu erraten.

07.03.03

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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