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HEIZÖL: Chinas Erdbebenschäden verunsichern
Gasausfälle lassen höhere Ölimporte erwarten.
++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Gestern sprangen die Preise erneut auf Rekordwerte. Die nur wenige Tage währende Konsolidierung ist als solche kaum zu spüren. Nachdem Goldman Sachs vor Wochen bereits eine hohe Zielmarke für die Preisentwicklung ausgegeben hatte, folgen nun weitere Banken und Analysten mit Anhebungen ihrer ursprünglichen Preisprognosen. Die genannten Zahlen sind beliebig. Relevant ist lediglich die darin zum Ausdruck gebrachte superbullische Einstellung. Nach dem verheerenden Erdbeben in China bietet sich dem Markt ein neuer Diskussionsstoff. Aus der betroffenen Region stammt ein Viertel des chinesischen Erdgases. Sollten hiervon größere Mengen ausfallen, wäre eine Substitution durch Öl und damit ein weiterer Nachfrageschub nahe liegend. Andererseits ist noch nicht zu erkennen, ob die Zerstörungen die Konjunktur negativ und damit die Preise dämpfend beeinflussen werden. Dem Dollar wird von Charttechnikern ein Anstieg prognostiziert. Gestern verlor die Währung allerdings an Wert.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Banken und Analysten heben Preisprognosen an
OPEC und Saudi Arabien lehnen Produktionserhöhung ab
Hohe Nachfrage nach Destillaten
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Chinas Ölimporte fielen im April
US-Regierung um Dämpfung der Spekulation bemüht
Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Schwächephase der US-Konjunktur
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Unsere Heizölpreise lösen sich aus der kurzen Seitwärtsbewegung. Sie steigen wieder. Wenn die Prognosen von Devisenexperten zutreffen, bekommen sie bald zusätzlichen Auftrieb vom Dollar. Ein Ende des schwindelerregenden Preisaufstiegs ist nicht absehbar. Ohne Zweifel wird es aber ein Ende geben. Auf welchem Niveau das zu erwarten ist, wäre ein Fall für ein Wettbüro. Die Preise zwingen dazu, sich mit dem eigenen Verbrauch auseinanderzusetzen. Der muss gesenkt werden. Ein Wechsel des Energieträgers ist keine Lösung. Denn das Produkt Wärme wird langfristig aus allen Energieträgern ähnlich teuer werden.
von Klaus Bergmann
21.05.08
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