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HEIZÖL: Chinas Wachstum ist stark


+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++

Chinas Wirtschaft ist im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Prozent gewachsen. Das meldete gestern das Nationale Statistikbüro. Damit war dies der höchste Anstieg seit 11 Jahren. Eine solche Meldung bestätigt natürlich den bestehenden Aufwärtstrend und ist eine viel grundlegendere Erklärung für den Anstieg der Ölpreise in den letzten Monaten, als die üblichen Szenarien über Nigeria und den Iran. China ist mittlerweile hinter den USA der zweitgrößte Konsument von Öl und Ölprodukten. Ansonsten laufen heute die zeitlich gebundenen Ölkontrakte für den Monat August aus. Das bedeutet, dass die Spekulanten, die gar kein Öl haben wollen, aber am Preiskarussell drehen ihre Positionen in den September-Kontrakt übertragen müssen. Das führt zu Verkäufen der alten Kontrakte und Käufen der neuen, allerdings im Hintergrund mit der Erwartung weiter steigender Preise. Ein nachhaltiger Fall der Preise ist davon also nicht zu erwarten. Der Dollar bewegt sich heute nicht. Er steht aber auf einem nahezu historischen Tiefpunkt.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Chinas Wirtschaftswachstum ist stärker als erwartet
Produktionsstörungen in der Nordsee
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Instabile Lage in Nigeria
Atomkonflikt mit dem Iran
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Charttechnik: stabiler Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Wiederinbetriebnahme einiger US-Raffinerien
US-Benzinnachfrage sinkt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Iran reduziert Aggressivität im Atomstreit
US-Rohöllager prall gefüllt
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juli reaktivieren

Unsere Heizölpreise verändern sich kaum. Der internationale Ölmarkt kann heute etliche Sprünge machen. Davon wird der nationale Heizölpreis aber nicht berührt werden. Die Binnennachfrage ist weiterhin gering. Für Verbraucher, die in den nächsten Wochen und Monaten Heizöl brauchen, kann ein weiteres Warten allerdings teuer werden. Denn das die internationalen Preise fallen ist eher unwahrscheinlich und wenn die Nachfrage anzieht, dann werden auch die Margen des Handels wieder anziehen.


20.07.07

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