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HEIZÖL: Den Mangel vor Augen
Versorgungsangst bestimmt Börsenpsyche.
+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Gestern fielen die Rohölpreise. Die Heizölpreise kletterten dagegen weiter. Die Börsenpsyche ist von Versorgungsängsten im zweiten Halbjahr durchdrungen. Die hereinbrechende Hurrikansaison liegt wie ein Menetekel über dem Markt. Um die nicht immer rationale Angst zu beruhigen, wären derzeit unvorstellbare Mengen nötig, die es nicht gibt.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp Sorge über Heizöl- und Dieselengpässe im vierten Quartal Hurrikansaison beginnt China will strategische Reserven aufbauen Lieferkürzung der OPEC befürchtet US-Markt hat sich an hohe Preise gewöhnt Chinas Nachfrage wächst weiter Dollar im Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Rohölvorräte Hohe Vorräte der OECD-Länder OPEC pumpt knapp 30 Mio. Barrel pro Tag
Unsere Heizölpreise hielten gestern auf ihrem Marsch nach oben inne. Der internationale Markt lässt momentan nur den Schluss zu, dass es nach kurzer Pause weiter aufwärts gehen wird. Verbraucher wenden sich angesichts der Preisbewegung vom Markt ab. Das sollte sich nach unserer Ansicht nur derjenige leisten, der mit seinem Vorrat mindestens bis um Jahresende kommt. Wer im Herbst ordern müsste, sollte lieber umgehend eine Teilmenge bestellen. Kurz vor dem Winter muss man mit Lieferproblemen und deutlich höheren Preisen rechnen.
von Klaus Bergmann
07.06.05
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