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HEIZÖL: Des einen Leid, des anderen Freud
Kapitalmarkt investiert in Öl. Preise steigen weiter. Heizöl auf Zwei-Jahres-Hoch.
Die Nerven liegen blank. Am Freitag explodierte im New Yorker Hafen ein Tanker. Terror war der erste Gedanke. Die Preise zogen kräftig an. Unfall war des Vorfalls Ursache. Die Preise fielen leicht ab. Für die Versorgung ist der Schadensfall irrelavant.
Hans Blix setzt den Irak heftig unter Druck und liefert den USA einen möglichen Grund für den Krieg. Die von seinen Leuten als verbotene Waffen identifizierten Mittelstreckenraketen sollen ohne Ausnahme und inklusive der Produktionsanlagen vollständig zerstört werden. Erfolgt das nicht, wird das als Beweis für den Verstoß gegen die UN-Resolution angesehen. Unter dessen basteln die USA an einer zweiten UN-Resolution, die ihnen unabhängig vom jüngsten Fund freie Hand geben soll. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beiden Karten sticht, wird als extrem hoch eingeschätzt. Die Ölpreise können nicht anders, sie müssen steigen.
Der Kapitalmarkt verstärkt angesichts der miserablen Stimmung an den Aktienmärkten sein Engagement im Ölgeschäft. Das sorgt für zusätzlichen Preisauftrieb. Wer sich dieser Tage über die hohen Ölpreise ärgert, könnte, ohne es zu ahnen, Nutznießer der Lage werden, wenn er sein Vermögen im richtigen Fond untergebracht hat.
Kleine Versuche, gegen das Ausufern der Preise zu wirken, kommen aus dem OPEC-Lager. Generalsekretär Silva verkündet abermals, dass es genügend Öl im Markt gibt, um die weltweite Versorgung sicher zu stellen. Angesichts der leeren US-Lager fühlt man sich an eine Meldung erinnert, die von Radio-Eriwan hätte stammen können. ?Im Prinzip ist genug Öl da?.
Dessen ungeachtet steigt der Gasölpreis heute Morgen auf ein neues Zwei-Jahres-Hoch. Die Tonne kostet zur Stunde 322$.
Dieser Preis treibt auch unsere Heizölpreise auf neue Höhen. Wir müssen davon ausgehen, dass die Hochpreisphase vor dem Hintergrund steigender Spannungen um den Irak in den nächsten Tagen neue Exesse zu Tage bringen wird.
24.02.03
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