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HEIZÖL: Erstaunlich preiswert


Am Freitag fiel der Rohölpreis erneut deutlich und bestätigte damit den Abwärtstrend. Auch der Dollar verlor weiter an Wert. Öl wird damit ungewöhnlich preiswert.

Den Anstoß für die Preisbewegung machte die Idee, dass es kein Versorgungsproblem im Winter geben wird. Händler finden die Begründung hierfür in dem Umstand, dass die US-Gasvorräte auf einen Höchststand gestiegen sind. Unabhängig von der Öllage sollte also genug Brennstoff zum Überwintern da sein. Unterstützung bekam die bärische Stimmung an den Märkten von den Wetterämtern, die den Hurrikan Isabel am Freitag nicht als Bedrohung für die Ölanlagen an der Südküste der USA ansehen.

Investmentfonds verkauften darauf hin weiter ihre Bestände an Ölkontrakten und rissen die Rohölpreise zeitweise um gut 3% in die Tiefe. Das erschien vielen Marktteilnehmern dann wohl doch übertrieben. Sie begannen wieder zu kaufen. Dennoch endete der Tag so, dass der Preischart nun wieder einen klaren Abwärtstrend aufweist.

Die Preisentwicklung ist durchaus bemerkenswert und fundamental etwas abgehoben. Denn es gibt zahlreiche Umstände, die für eine Gegenläufige Bewegung gut wären. Allen voran ist die weiter ungenügende Ölbevorratung in den USA zu nennen. Weiter gibt es Probleme bei der Ölförderung in der Nordsee nach einem schweren Unfall mit zwei Toten. Einige Produktionsstätten mussten geschlossen werden.

Irak, Nigeria und Venezuela bleiben die problematischen Dauerbrenner. Und Isabel ist noch nicht endgültig vorübergezogen. Wetterämter berichten von der Möglichkeit, dass der Hurrikan am kommenden Freitag auf die Ostküste der USA treffen könnte. Dort gibt es ebenfalls empfindliche Ölanlagen.

Das in den Themen steckende Aufwärtspotential wird nach derzeitiger Lage zwar die Preise etwas anheben. Es wird aber kaum die Kraft haben, den Abwärtstrend zu ändern. Wir erleben also gute Zeiten für Verbraucher zumal der Dollar ebenfalls Schwäche zeigt.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis an. Der hatte am Freitag keine Zeit mehr, die leichten Steigerungen mitzumachen. Die Bewegung ist notwendig aber nicht signifikant. Die Tonne kostet zur Stunde 224$.

Unsere Heizölpreise entwickeln sich prächtig für Verbraucher. Das ungewöhnlich gute Preisniveau war angesichts der allgemeinen Lage im Ölgeschäft nicht zu erwarten. Der Weltmarkt bot in den letzten Tagen so gute Vorraussetzungen, dass das Aufwärtspotential aus der Korrektur zu geringer Inlandsmargen unbemerkt ausgeschöpft werden konnte. Die Heizölpreise sind nun wieder auf Tuchfühlung mit dem Weltmarkt. Es kann durchaus weiter abwärts gehen. Unabhängig davon raten wir Verbrauchern sich mit Heizöl einzudecken, denn es ist momentan ganz einfach billig.

15.09.03

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