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HEIZÖL: Etwas ruhiger


Der Markt hat die aktuellen Themen weitgehend verarbeitet. Venezuela, Irak und Nordkorea sind aber weiterhin die Preistreiber. Der OPEC kommt die Rolle des Gegenspielers zu. Inzwischen ist es an der Zeit für ernsthafte Diskussionen über eine Erhöhung der Liefermengen. Der Korbpreis für OPEC-Öl steht seit dem 16. Dezember über der 28$-Marke. Sollte das für mehr als 20 Tage der Fall bleiben, werden nach der OPEC-Logik die Liefermengen automatisch angehoben.

Bevor das allerdings eintritt, muss diskutiert werden. Das ist so üblich. Und mehr als Fakten schaffen Diskussionen Preisbewegungen. Es könnte also in den kommenden Wochen nach einer kurzen Phase der Beruhigung wieder rauer werden mit den Preisausschlägen. Eine nachhaltige Beeinflussung der Preise dürfte allerdings weder durch die Diskussion noch durch eine eventuelle Anhebung der Liefermengen erfolgen. Die Geschichte hat mehrfach gezeigt, dass die Idee der OPEC, an der Preisschraube durch Mengenmaßnahmen zu drehen, nur selten im Stil von Ursache und Wirkung funktioniert.

Die Gegenwart und die nahe Zukunft könnte eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau bringen. Da in Venezuela keine Veränderung in der Auseinandersetzung zwischen Opposition und Regierung zu erkennen ist und der Kriegsdruck der USA gegen den Irak unvermindert andauert, bleibt das fundamentale Umfeld stabil spannungsreich. Das steckt nun weitgehend in den Preisen. Eine kurzfristige Seitwärtsbewegung wäre somit möglich.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis weiter an. Mit 272,25$ pro Tonne steht zwar über der gestrigen Handelsspanne, die Zunahme ist aber verlangsamt.

Unser Heizölpreis legt noch einmal kräftig zu. Er musste den Anstieg der letzten zwei Tage verarbeiten. Nun sollte sich auch hier eine Verlangsamung des Anstiegs einstellen. Vermutlich bleibt unwilligen Käufern damit eine Zeit des Nachdenkens über die Menge, die Sie nun ordern wollen. Auf Sicht von ein bis zwei Monaten müssen Sie aber mit noch weiter steigenden Preisen rechnen.

03.01.03

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