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HEIZÖL: Europa liefert bullischen Impuls
Bestandsumschichtungen treiben Öl- und Eurokurse
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Die überraschende Schätzung eines Analysten, dass die Heizöl- und Dieselbestände Europas deutlich unter die Vorjahreswerte gesunken seien, sorgte gestern für steigende Preise. Da die Nachfrage in Deutschland und die Exporte in die USA sehr hoch waren, wurden die Bestände umgeschichtet. Sie befinden sich nun in den Verbrauchertanks und in den US-Lagern. An den Börsen kam der scheinbar bullische Gehalt der Meldung gut an. Produktionsprobleme und eine Streikdrohung in Norwegen unterstützten die Stimmung. Der Dollar verlor kräftig an Wert. Als Grund wird eine Umschichtung der chinesischen Devisenbestände zu Gunsten des Euros genannt.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Destillatbestände in Europa gesunken Produktionsprobleme in Norwegen Bestandsrückgang in den USA Saudi Arabien und VAE werden Lieferungen kürzen Rebellen erhöhen Druck auf Nigerias Ölindustrie Zweifel an US-Konjunkturabkühlung
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Markt ist überversorgt Zweifel an OPEC-Kürzungen US-Konjunktur scheint sich abzukühlen OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose Gute Vorratslage der OECD-Länder Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Unsere Heizölpreise ziehen moderat an. Die deutliche Preissteigerung am Weltmarkt wird durch sinkende Dollarnotierungen gedämpft. Die Nachfrage im Inland beruhigt sich. Damit werden die letzten rechnerischen Preisüberhöhungen gegenüber dem Weltmarkt beseitigt. Die Lieferzeiten sind in den meisten Regionen nahe an der üblichen Zeitspanne angekommen. Für günstige Lieferungen liegen sie bei zwei bis drei Wochen. Wer die Ware schneller braucht, weil der Tank leer ist, muss mit Mehrkosten rechnen. Die Lieferzeiten müssen jetzt auch wegen der MwSt.-Erhöhung berücksichtigt werden. Die Erhöhung wird im Dezember eingepreist, weil Bestellungen erst im Januar zur Auslieferung kommen.
10.11.06
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