|
HEIZÖL: Große Kälte bleibt aus
Wetterämter ziehen Prognose zurück.
+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Wer sich auf langfristige Wetterprognosen verlässt, ist verlassen. Das bekommen Börsianer, die auf die Vorhersage einer Kältewelle gewettet hatten, nun zu spüren. Die Ölpreise steigen nicht, sie fallen. Das milde Wetter soll andauern. Für den Fall, dass es kälter werden sollte, sei die OPEC gut gerüstet, gibt ihr Generalsekretär zu Protokoll. Charttechnisch sieht der kurzfristige Abwärtstrend solide aus. Der Dollar gewann gestern nach guten US-Konjunkturdaten an Wert. Ein Trend ist nicht zu erkennen.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp Versorgungsängste vor dem Winter Iran droht mit dem Ölhahn IEA und EIA sähen Unsicherheit mit wechselhaften Prognosen Gesunkener US-Benzinverbrauch nicht nachhaltig
preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC zur Erhöhung der Exporte fähig Tendenzielle Überversorgung mit Rohöl Vorratslage in jeder Beziehung auskömmlich USA entdecken Sparsamkeit Wiederaufbau der US-Ölanlagen geht voran Freigabe der strategischen Reserven
Unsere Heizölpreise fallen wieder spürbar. Sie bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. Auch für die kommenden Tage erwarten wir preisliche Entspannung. Eine nachhaltige Änderung der Bewegungsrichtung wird erst mit dem Eintritt der ersten winterlichen Kälteperiode wahrscheinlich. Die ist noch nicht in Sicht. Unvorhergesehene Störungen können die freundliche Lage allerdings jederzeit zunichte machen. Der langfristige Aufwärtstrend ist die stabilste aller Größen im Ölmarkt.
01.11.05
|