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HEIZÖL: Gut gehalten


Die Märkte sind sehr nervös. Gestern stiegen die Preise. Heute Morgen fallen sie. Insgesamt bewegen sie sich seit zwei Wochen seitwärts. Das ist für Verbraucher besser, als zu erwarten war.

Die Themen sind seit Tagen beständig. Venezuela, das kurzfristig Bushs Irakproblem den Rang abgelaufen hat, die Kälte in Teilen der USA und die OPEC-Bemühungen um Quotentreue.

In Venezuela sind inzwischen 40-45% der Produktion ausgefallen. Das trifft vor allen Dingen die USA heftig. Sie sind überproportional von den Lieferungen der Südamerikaner abhängig. Außerdem sind ihre Reserven z.Z. wenig ergiebig. Sie befinden sich am unteren Rand in den Drei-Jahres-Charts (siehe Lagerbestände graue Linie). In dieser Lage kommt die Kältewelle, die den Nordosten des Landes beherrscht, vollkommen ungelegen. Es ist durchaus bemerkenswert, dass sich die Preise angesichts dieser Umstände nicht auf Höhenflug begeben.

Alle Augen scheinen weiterhin auf den Irak bzw. die redenden Instanzen gerichtet zu sein. Das sind die UNO, der US-Präsident und als Beiwerk die deutsche Regierung. Letztere spielt bei der Ölpreisentwicklung allerdings gar keine Rolle. Kofi Annan und George Bush üben sich derweil in Tauziehen. Krieg verhindern, Krieg beginnen sind die Standpunkte, die durch die umfangreichen Unterlagen des Irak zu seinen Rüstungsaktivitäten zum Ausharren verurteilt wurden.

Von der OPEC war gestern wenig zu hören. Der große Auftritt kommt am Donnerstag. An dieser Stelle greifen wird einmal in die Kiste der jüngeren Geschichte. Vor einem Jahr musste sich die Organisation mit massiven Lieferbeschränkungen plagen. Damals waren die Preise auf einem Drei-Jahres-Tief und die Vorräte nahe einem Drei-Jahres-Hoch. Z.Z. befinden sich die Preise auf einem mittleren Niveau und die Lager sind dürftig gefüllt. Es ist vollkommen offen, was sie OPEC aus den Vorgaben machen wird. Sie wird sich dafür interessieren, die Konjunktur nicht weiter zu belasten, aber sie will ihre Preisvorstellung von 22-28$ auch schützen. Sie hat mit Sicherheit Sorge, dass in Kürze wieder große Ölmengen auf den Markt fließen könnten, wenn die Russen ihre Produktion weiter steigern.

Charttechnisch ist ein schwacher Hang zu steigenden Preisen auszumachen. Aber wie uns die letzen Tage zeigten, hat er Probleme, sich durchzusetzen.

Heute Morgen geht der Gasölpreis mal wieder in die Gegenrichtung. Die Tonne kostet 229,25$. Dieser Preis befindet sich innerhalb der gestrigen Handelsspanne.

Unser Heizölpreis gibt ein wenig nach. Wir können keine neuen Erkenntnisse ausbreiten. Unsere Kaufempfehlung bleibt weiterhin bestehen.

10.12.02

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