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HEIZÖL: Haltlose Entwicklung
Rezession rasiert Preise.
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Nun ist die 50-Dollar-Marke des Rohöls auch geknackt. Statt zu bremsen, beschleunigte der Abwärtstrend zuletzt. Das deutet auf steigende Aktivitäten von Short-Spekulanten (auf fallende Kurse) hin. Jüngste Zahlen der US-Handelskommission belegen dies. Die wegen ihrer Marktbeeinflussung berüchtigte ehemalige Investmentbank und heutige so genannte Geschäftsbank Goldman & Sachs drehte ihre PR-Kampagne zur Preisbeeinfluss komplett auf streng bärisch. Sie protegiert einen Rohölpreis um 30 Dollar pro Barrel. Anmerkung am Rande, im Frühsommer versuchten die selben Leute den Preis auf 200 Dollar zu reden. Möglich wurde der Preisverfall durch die Rezession in den USA. Gemäß der Arbeitslosenstatistik hat die mittlerweile Ausmaße wie Anfang der 1980er Jahre angenommen. Die damalige Ursache für den Wirtschaftsabschwung waren überhöhte Ölpreise. Heute liegt die Ursache tiefer im Finanz- und Wirtschaftskomplex. Deshalb darf man mit einem härteren Abschwung rechnen. Aktuell gibt es kein Rezept gegen den Ölpreisverfall. Die Öl exportierenden Länder können ihren davonfliegenden Gewinnen nur tatenlos zusehen. Der Dollar dümpelt im kurzfristigen Seitwärtstrend dahin. Er stellt zur Zeit keine ernste Gegenposition zum Ölpreis dar.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
OPEC diskutiert weitere Kürzungen
China legt Konjunkturprogramm auf
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
OPEC ist zur Handlungsunfähigkeit verdammt
OPEC-Kürzung war ungenügend
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend
Unsere Heizölpreise fallen immer weiter. Sie haben das Niveau der Heizölpreise in den Jahren 2005 bis 2007 erreicht. Man darf auf noch tiefere Preise spekulieren. Die Raffinerien haben einen Teil ihrer hohen Gewinnmargen, die sie im deutschen Markt generieren, abgegeben. Angesichts der nach wie vor starken Nachfrage verdient der Handel nun vielerorts sehr gutes Geld am Heizöl. Wenn die Kauflust der Verbraucher nachlässt, wird das in Raffinerien und Handel steckende Potenzial für weiteren Preisnachlass freigesetzt. Für die Verfolgung der Preisentwicklung ohne Besuch unserer Internetseite empfehlen wir unseren Preisalarm.
von Klaus Bergmann
21.11.08
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Alle Kommentare:
schrieb am Samstag, 22. November 2008 - 16:53 Uhr
@kh
Eine Ölkrise wie in den 80er (70er??) Jahren kommt hoffentlich so nicht mehr...
Die hohen Preise, die wir dieses Jahr kennenlernen durften , waren wohl für alle auf Dauer einprägsam. Wir jedenfalls isolieren jetzt unser 70er Jahre Haus. Die sinkenden Ölpreise sehen wir als eine Art "Verschnaufspause" an und lassen deshalb unseren 12 Jahre alten Brenner erstmal weiterlaufen. Auch der Spartrend in der Automobilbranche ist unumkehrbar - die Richtung stimmt doch...es muss halt nur jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmachen!
schrieb am Samstag, 22. November 2008 - 02:34 Uhr
Solange in Dubai Paläste gebaut und hunderte Millionen Euros in die Luft geschossen werden, kann es den Ölerzeugern nicht schlecht gehen!
Mir tut keiner von denen leid, wenn jetzt die Rohölpreise fallen! Die Ölerzeuger haben sich bereits alle eine goldene Nase verdient! Den armen Leuten wird durch einen hohen Ölpreis in diesen Ländern auch nicht geholfen! Vieleicht brauchen wir wieder eine Ölkrise wie in den 80er Jahren um endlich mit Alternativen anzufangen und somit unabhängiger vom Öl zu werden!
schrieb am Freitag, 21. November 2008 - 20:57 Uhr
Hallo,
als Hausbesitzer ist diese Seite mit das beste, was man im Internet lesen kann. Die Vorschläge, Hinweise und Analysen sind echtes Geld wert. Gewöhnlich kaufe ich im Sommer meinen Heizölbedarf für die Saison. Dieses Jahr habe ich mit schlechtem Gewissen nur 1000 l gekauft, weil auf dieser Seite zum Warten geraten wurde. Mittlerweile weis ich, das mir dieses abwarten bis zum jetzigen Zeitpunkt ca. 1000 € erspart hat. Herr Bergmann, vielen Dank für Ihre täglichen Kommentare, die auch immer wieder mit einer Prise Humor gewürzt sind.












