HEIZÖL: Iran will eigenen Kreislauf
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Gestern zogen die Preise wieder an. Die Stimmung an den Börsen ist allerdings eher neutral. Die aktuelle Versorgungslage gibt weiterhin bärische Impulse. Die geopolitische Situation liefert bullische Nadelstiche. Mit Blick auf den Atomstreit werden diese Stiche im Laufe des Monats vermutlich in einen anhaltenden Einfluss übergehen. Z.Z. scheint die Behandlung des Themas durch den Weltsicherheitsrat unausweichlich zu sein. Ebenso unausweichlich werden daraus Konsequenzen resultieren, über die dann auch gestritten werden kann. Das Szenario wird dem Ölpreis nicht gut tun. Der Dollar korrigierte gestern nach Verkündigung schwacher US-Konjunkturdaten den Anschein zur Kurssteigerung.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran schürt Unsicherheit Sorge vor weiteren Anschlägen in der Golfregion Rebellen lähmen Nigerias Ölindustrie Venezuela droht USA mit Lieferstopp OPEC-Mitglieder fordern Lieferkürzungen Kuwaits Reserven herabgestuft Raffineriekapazitäten knapp
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Drosselung der Öllieferungen wird dem Iran nicht zugetraut Schwache Nachfrage in den USA Versorgungslage wird positiv gesehen Vorräte gut Bush will alternative Kraft- und Brennstoffe
Unsere Heizölpreise verhalten sich wechselhaft. Der Weltmarkt diktiert es so. Es gibt keinen Grund, auf nennenswert tiefere Preise zu setzen. Die Meinung, dass die Preise im Frühjahr oder Sommer günstiger werden müssen, weil der Bedarf dann geringer ist, ist ebenso populär wie falsch. Es gibt keinen jahreszeitbedingten Preiszusammenhang (siehe Chart). Das liegt u.a. daran, dass die Produktion auf die saisonale Nachfrage eingestellt ist. Der sichere Weg, Geld zu sparen, ist eine rechtzeitige Bestellung mit etwas Terminflexibilität.
01.03.06
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