HEIZÖL: Konsenspreis für Rohöl liegt bei 60 Dollar
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An den Börsen hält man 60 Dollar für das Barrel Rohöl der Sorten WTI (West Texas Intermediate) und Brent momentan für fair. Mehr lässt sich kaum durchsetzen, weniger auch nicht. Nach einem kurzen Ausflug zu höheren Preisen kam gestern prompt die Gegenreaktion. Es gibt einige bullische Umstände, die allesamt nicht sehr ernst genommen werden. Die bärische Seite hat vage Einschätzungen zu bieten. Fakten sind da kaum. Sollte die angenommene Kürzungsunfähigkeit der OPEC oder die Konjunkturabkühlung in den USA faktisch werden, wären tiefere Preise möglich. Der Dollar hat nach Erreichen der oberen Grenze des seit Mai gültigen Trendkanals die Richtung erwartungsgemäß gewechselt.
preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC will Ausstoß bis zu 1,5 Mio. Barrel pro Tag senken Norwegen muss Förderung einschränken Wintereinbruch in den USA Teheran verschärft Ton im Atomstreit Atombombentest in Nordkorea Chinas Ölimporte wachsen um 15% Psychologie: 60 Dollar Grenzwert für Rohöl
preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC und IEA senkten Nachfrageprognose US-Konjunktur kühlt sich ab OPEC-Kürzung kaum durchsetzbar Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich Gute Vorratslage der OECD-Länder Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe Charttechnik: Abwärtstrend
Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Das gilt besonders für den Süden der Republik. Die Nachfrage kehrt auf ein normaleres Niveau zurück. Das lässt die rechnerische Überhöhung der Preise, die im Süden besonders hoch war, sinken. Der Osten hat diesbezüglich noch Abgabepotential. Dort ist die Überhöhung z.Z. am höchsten. Die Auftragsbücher des Handels sind voll. Die Lieferzeiten bleiben daher lang. In den weiteren Aussichten sind stabile Preise am wahrscheinlichsten. Fakten, die Abweichungen hervorrufen können, müssen sich am Weltmarkt noch entwickeln.
18.10.06
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