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HEIZÖL: Markt bleibt erhitzt


Die Themen Venezuela und Irak sind seit Wochen konstant in den Schlagzeilen. Sie halten die Märkte unter hoher Spannung. Allenfalls das Wetter übt mal mehr, mal weniger Einfluss aus. Momentan ist es auf beiden Seiten des Atlantiks kalt. Das schiebt die getriebenen Preise noch etwas höher.

Am Freitag rechneten wir mit einer Beruhigung der Preisbewegung, weil unserer Ansicht nach ein ?Gleichgewicht des Schreckens? erreicht sein sollte. Die hohen Preise sollten der sorgenbeladenen Lage um Venezuela und den Irak inzwischen einigermaßen Rechnung tragen. Doch mit weiter steigenden Preisen haben sich die Märkte für das entschieden, was sie seit einiger Zeit vermehrt üben. Sie folgen der Bewegung. Das will sagen, die Preise steigen, weil sie gestiegen sind. Immer mehr Käufer, hauptsächlich Spekulanten, kommen aus ihren Löchern und springen auf den Zug der steigenden Kurse auf. Das kann morgen übrigens aus gleicher Motivlage in die andere Richtung gehen.

Aktuell gibt es keine Veränderung der fundamentalen Lage um das Öl. Daher werden sich die Märkte auch heute mit sich selber beschäftigen. Nun stellt sich die Frage, ob sich heute erneut diese ?unbedingt kaufen Stimmung? einstellt oder ob den Käufern wegen der hohen Preise die Angst in die Glieder fährt und sie plötzlich wieder verkaufen. Es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich in der nächsten Zeit noch erheblich höhere Preise geben. Diese werden immer wieder von ausgleichenden Rückschlägen begleitet sein. Für heute verbrennen wir uns lieber nicht die Finger mit einer Spekulation.

Übrigens haben nun sowohl Rohöl als auch Gasöl neue Zweijahreshochs erreicht. Allein dieser Umstand spricht dafür, dass es nach oben vollkommen offen ist.

Der Gasölpreis zieht heute Morgen weiter an. Mit 278,75$ pro Tonne steht er klar über der Handelsspanne vom Freitag.

Unser Heizölpreis hat Nachholbedarf für weitere Teuerung. Er hinkt dem Weltmarkt hinterher. Außerdem kommt es auf Grund des Hochwassers am Rhein zu Behinderungen der Versorgung. Auch dieser Umstand wird ihn auftreiben. Die Chance, sich zum Jahreswechsel noch einmal etwas günstiger einzudecken, wird nun auch beendet. Damit bleibt dem Verbraucher, der in der Zwangslage steckt, Heizöl kaufen zu müssen, nur der sehr tiefe Griff ins Portemonnaie.

06.01.03

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