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HEIZÖL: Nigeria bleibt in den Schlagzeilen


Noch keine Einigung zwischen Gewerkschaft und Regierung.


Am Freitag mussten die Märkte ohne den New Yorker Handel auskommen. Üblicherweise führt dieser Umstand zu leichten Lähmungserscheinungen in der Preisbildung. Doch davon gab es dieses Mal aber keine Spur. Nachdem die Agenturen von einer Annäherung zwischen Gewerkschaft und Regierung im bestreikten Nigeria berichteten, fielen die Ölnotierungen deutlich.

Ursache des Generalstreiks ist eine von der nigerianischen Regierung verordnete Erhöhung der Kraftstoffpreise. Die sollte den Agenturen zu Folge nach den erfolgreich geführten Verhandlungen zwischen Vertretern der Arbeiter und der Regierung weitgehend zurückgenommen werden. Ölhändler gaben darauf hin sofort Entwarnung. Sie wähnten die durch Streikausweitungen gefährdete Exportproduktion Nigerias aus der Gefahrenzone. Das ließ die angespannten Ölnotierungen sinken.

Inzwischen gibt es allerdings anders lautende Meldungen. Am Wochenende soll ein führender Arbeitervertreter das Angebot der Regierung als unzureichend abgeschmettert haben. Der Generalstreik wird fortgesetzt. Befürchtungen, dass die Aktionen ausgeweitet werden und Einfluss auf den Export bekommen, werden heute also wieder zum Handelsgeschehen beitragen.

Die Rohölpreise befinden sich seit Anfang Mai in einem Aufwärtstrend. Die aktuelle Nachrichtenlage lässt eher eine Festigung des Trends als seinen Bruch erwarten. Bis Mitte Juni war der Trend in Europa ohne Einfluss, da die Dollarnotierungen fielen und damit für Ausgleich sorgten. Seit drei Wochen bildet der Dollar aber ebenfalls einen Aufwärtstrend aus. Das führte auch hierzulande zu steigenden Heizöl- und Kraftstoffpreisen. Vieles spricht dafür, das sich die Bewegung der letzten drei Wochen fortsetzen wird.

Heute Morgen ist der Preisrückgang beim Gasöl gestoppt. Mit 232$ pro Tonne kostet die Ware geringfügig mehr als am Freitag Abend.

Unsere Heizölpreise bleiben heute Morgen stabil. Sie verbilligten sich am Freitag unwesentlich. Uns fehlen stichhaltige Argumente für einen nennenswerten Preisabschwung. Satt dessen sehen wir die Aufwärtstrends von Öl und Dollar weiterhin intakt. Daher raten wir abermals zum Kauf auf dem aktuellen Niveau. Es liegt bisher nur 4% über dem 12-Monatstief aus dem Mai.
von Klaus Bergmann
07.07.03

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