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HEIZÖL: Öl gefunden
USA könnten Reserven auf einen Schlag verdoppeln
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Bullische Nachrichten sind ausgestorben. Kein Hurrikan, keine Sanktionen, keine Probleme und jetzt auch noch ein Ölfund von gewaltigem Ausmaß in südlichen US-Gewässern. Er wird auf 15 bis 30 Mrd. Barrel geschätzt. Die aktuell bestätigten Reserven der USA betragen 29,3 Mrd. Barrel. Die Preise stehen unter Druck. Immerhin, etwas Sorge, dass die schöne Sicht der Lage nur kurze Zeit gilt, bleibt. Die Preise stürzen nicht ein. Charttechnisch gilt ihre Abwärtsbewegung ohnehin als zunächst ausgereizt. Der Dollar macht weiterhin das, was er seit Wochen macht. Er bewegt sich seitwärts.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Streik soll Nigerias Ölförderung für 3 Tage lahm legen
Atomstreit mit dem Iran (schwach)
Hurrikansorgen in den USA (schwach)
Instabile Lage im Irak
Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen
Weltweites Nachfragewachstum stetig
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Großer Ölfund in den USA
Hurrikanprognose gesenkt
US-Konjunktur kühlt sich ab
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Gute Rohölversorgung
BP kann Alaska-Pipeline zu 50% betreiben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Unsere Heizölpreise geben tendenziell nach. Sie folgen dem Weltmarkt. Gestern bewegten sie sich allerdings kaum. Das Problem, dass das Angebot die Nachfrage momentan nicht überall im Land befriedigen kann, besteht weiterhin. Dieser Umstand hält die Heizölpreise über Weltmarktniveau. Angesichts fortschreitender Entspannung am Weltmarkt erhöht sich die Chance auf rückläufige Preise trotz bevorstehender MwSt.-Erhöhung und des damit einhergehenden Nachfragebooms.
von Klaus Bergmann
06.09.06
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