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HEIZÖL: OPEC-Tag


Es sind immer die gleichen Themen, die die Märkte in diesen Tagen unter Spannung halten. Venezuela, Irak, Kälte, OPEC. Aber immerhin wird die Rangfolge täglich getauscht. Heute ist die OPEC auf Platz 1.

Es ist bemerkenswert, dass ein eigentlich starkes Thema wie die Vorratslage momentan nicht zum Zuge kommt. Und es ist bedauerlich für Verbraucher. Denn die sehr positiven Zahlen des API wurden gestern wider unsere Erwartung vom DOE bestätigt. Das wäre Grund genug für etwas Entspannung und für rückläufige Preise. Doch die Märkte ignorieren diesen Umstand z.Z. Die Preise legten gestern zu. In den kommenden Tagen sollte sich die klirrende Kälte etwas zurückziehen. Vielleicht bekommen die Lagerdaten dann ihre verspätete Würdigung.

Viel Hoffnung ist allerdings nicht angebracht, denn das Topthema für heute ist stark genug, alles andere in den Schatten zu stellen. Die OPEC will Ordnung in den eigenen Reihen schaffen und versuchen, eine einheitliche Ausstoßpolitik für das kommende Quartal zu fixieren. Diese Aufgabe könnte schwieriger kaum sein. Die Interessen der Mitgliedsstaaten sind weit entfernt. Einige Länder wollen die Mengen erhöhen, weil sie Mehreinnahmen für ihre knappen Staatskassen brauchen. Andere Länder wollen die Mengen unangetastet lassen, weil sie meinen, so einen guten Preis erhalten zu können. Saudi Arabien möchte die Mengen senken, weil man dort der Meinung ist, dass es in Kürze erneut ein Überangebot auf dem Markt geben wird. Sie Saudis sehen eine weiter rückläufige Weltkonjunktur und eine russische Ölproduktion, die abermals höhere Mengen in die Märkte pumpen wird. Nun sind die OPEC-Minister aufgerufen, einen Konsens zu finden und ihn dann auch durchzusetzen. So wie es bisher läuft, soll es nach den Vorstellungen der Führung nicht weitergehen. Die eklatante Quotenuntreue von mindestens 13% will sie beenden.

Charttechnisch sieht es derzeit nach einem weiteren Anstieg der Preise aus. Es ist naheliegend, dass das fundamentale Umfeld damit konform gehen wird.

Heute Morgen verhält sich der Gasölpreis abwartend. Mit 236,25$ pro Tonne bleibt er innerhalb der gestrigen Handelsspanne.

Unser Heizölpreis stieg in den letzten Tag. Heute Morgen bleibt er unverändert. Inzwischen hat in einigen Teilen Deutschlands ein Run auf Heizöl eingesetzt. Für viele Verbraucher kommt der Wintereinbruch anscheinend überraschend. Schnell noch Heizöl bunkern, heißt die Devise. Mit Blick auf die Preise ist das absolut in Ordnung. Der Handel hat damit allerdings seine Not, da er vielerorts nicht auf einen vorweihnachtlichen Nachfrageanstieg eingestellt war.

12.12.02

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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