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HEIZÖL: Paradigmenwechsel?
Immer weniger Fachleute sprechen von temporärer Übertreibung.
+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Wären tatsächlich nur Spekulanten an den hohen Preisen Schuld, wäre man sich sicher, dass sie bald wieder unten sind. Aber die Gemeinde derer, die den Beginn einer grundsätzlich veränderten Versorgungslage mit dauerhaftem Mangel auf der Angebotsseite zu erkennen glauben, wächst. Das Register der potentiellen Störungen für den Ölfluss ist groß. Aktuell sind es die Auswirkungen des Hurrikans Ivan, die die Förderung im Golf von Mexiko immer noch um fast 30% kürzen, und die instabilen Situationen im Irak und in Nigeria.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge über Heizölverknappung zum Winter Terrorgefahr für irakische und saudische Produktionsanlagen Ausfallgefahr wg. Unruhen in Nigeria Niedrige US-Vorräte Rückläufige Förderung im Golf von Mexiko Gefahr von Lieferausfällen wg. Steuerstreit bei Yukos OPEC an der Grenze ihrer Förderkapazitäten Nachfragewachstum über allen Erwartungen Fonds setzen auf steigende Preise Charttechnik, Aufwärtstrend dominant
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Strategische Vorräte der USA könnten geöffnet werden Das Angebot müsste eigentlich ausreichen
Unsere Heizölpreise ziehen wieder an. Das entspricht den Erwartungen für den Wochenverlauf. Heute liegt Spannung in der Luft, da die Veröffentlichung der US-Lagerdaten ansteht. Von ihnen erwartet man sich Aufschluss über den Ernst der Versorgungsknappheit. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung des steilen Aufwärtstrends im Verlauf der nächsten Wochen ist sehr groß. Insofern halten wir nichts davon, dass Verbraucher mit fast leeren Tanks nun auf bessere Zeiten hoffen. Sie müssen ihre Vorstellungen dem Preis anpassen, denn der wird sich sicher nicht ihren Vorstellungen anpassen.
06.10.04
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