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HEIZÖL: Position verbessert


Durchaus unerwartet gaben die Ölpreise gestern nach. Die Veränderung ist aber wenig aussagekräftig. Insgesamt verharren sie Preise in Lauerstellung vor Veröffentlichung der US-Bestandsdaten am Mittwoch und dem OPEC-Treffen am Donnerstag.

Neue Nachrichten fehlten. So verarbeiteten die Händler das, was sie in den letzten Tagen erfahren haben. Das sind die unsicheren Lagen im Irak und in Venezuela. Das sind Gerüchte über die anstehende OPEC-Entscheidung zur weiteren Lieferpolitik. Und das sind Gedanken und Spekulationen über die Entwicklung der US-Vorräte.

Die in der letzten Woche stark gesunkenen Ölimportwerte wurden in New York diskutiert. Befürchtungen machten die Runde, dass sich darin bereits die jüngste OPEC-Kürzung manifestiert. Der Schiffstransport aus dem Nahen Osten, einer Zentralregion der OPEC, in die USA dauert 45 Tage. Erste Einflüsse sollten also frühestens Mitte Dezember zu Tage treten. Nachdem Schätzungen vermuten lassen, dass die OPEC die beschlossenen Kürzungen gar nicht exekutiert hat, wird der Dezember aber aller Voraussicht nach, ohne Effekte eines veränderten Lieferverhaltens vorüberziehen. Naheliegend ist vielmehr, dass die letzten Importzahlen lediglich die übliche Schwankungsbreite ausgeschöpft haben. Auf alle Fälle werden die Augen morgen besonders auf diese Daten gerichtet sein.

Charttechnisch befindet sich die Entwicklung des Rohölpreises in einer labilen Situation zwischen Himmel und Hölle. Momentan stoßen diverse Linien einer Trenddiagnose zusammen. Sie lassen die Vermutung zu, dass die Preise zunächst wieder steigen werden.

Die Fonds haben in der letzten Woche ihre bullische Einstellung deutlich reduziert. Sie sitzen aber nach derzeitiger Erkenntnis noch auf einem ordentlichen Berg von Long-Positionen.

Der Dollar bleibt der Verbraucherfreund. Er hält seinem Lauf mit immer neuen Tiefs die Treue. So kann trotz einer möglichen Aufwärtsbewegung der Ölpreise nicht all zu viel Preisauftrieb beim Heizöl landen.

Der Gasölpreis taumelt um die 250$-Marke. Heute Morgen kostet die Tonne 249,50$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern nach. Angesichts der unklaren Verhältnisse am Weltmarkt rechnen wir nicht damit, dass sie heute nachsetzen. Wir sehen sie eher unverändert. Der äußerst positiv verlaufene Trend der letzten Wochen könnte nun eine Warteschleife einlegen. Es bleibt aber festzuhalten, dass das aktuelle Preisniveau für notwendige Käufe gut ist. Zu tieferen Preisen zu kaufen, zeugt bereits von Einkäufertalent.

02.12.03

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