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HEIZÖL: Preise bewegen sich


... aber leider als Doppel in die falsche Richtung.


Das Handelsinteresse blieb gestern genauso dünn wie die Nachrichten aus der Ölwelt. Aber die Kurse nahmen wieder Fahrt auf. Öl und Dollar wurden teurer.

Die Bewegung sei ausschließlich charttechnischer Natur, heißt es in Brokerkreisen. Man wartet auf Neuigkeiten zu den US-Ölvorräten, die heute gemeldet werden, und von der OPEC, die morgen in Wien über die zukünftige Quotierung entscheidet. Außerdem sind die großen Unsicherheitsfaktoren Irak und Venezuela immer für Überraschungen gut.

Den Preischarts bleibt mit der gestrigen Bewegung ein Bruch des längerfristigen Aufwärtstrends erspart. Mehr als eine Seitwärtsbewegung ist momentan jedoch nicht zu erkennen. Es seien noch viele Fonds im Öl investiert. Sollten ihre Erwartungen mit einem möglichen Bruch des Aufwärtstrends enttäuscht werden, werden sie aussteigen. Dann könnte es mit den Preisen kräftig abwärts gehen. Noch gibt es dafür aber weder charttechnische noch fundamentale Zeichen.

Ganz andere Signale sendet der Dollar aus. Seit Tagen probt er den Aufstand gegen seine Abwärtsbewegung. Gestern hat er ihn geschafft. Er ging flott aufwärts und setzte die Bewegung in der Nacht weiter fort.

Heute Morgen machen die Gasölpreise etwa dort weiter, wo sie gestern Abend aufhörten. Die Tonne kostet aktuell 233,35$. Das ist 1,25$ mehr als gestern Morgen.

Unsere Heizölpreise zogen gestern mit der Ölpreis- und der Dollarentwicklung an. Nun scheint sich das zu bewahrheiten, was wir bereits ahnten. Die Preise bekommen neuen Auftrieb. Nach unserer Einschätzung wird dabei weniger das Rohöl den Antrieb geben, als vielmehr der Dollar. Beim Rohöl gehen wir weiterhin von einer verhaltenen Bewegung aus. Der Dollaranstieg hingegen könnte sich in der nächsten Zeit beschleunigen. Wir raten unverdrossen zum Kauf. Auf Grund der geringen Nachfrage wird Heizöl derzeit ohne angemessenen Verdienst des Handels verkauft. Wenn sich das ändert, droht allein aus diesem Effekt in manchen Regionen ein 3%iger Preisanstieg.
von Klaus Bergmann
30.07.03

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