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HEIZÖL: Preise voll im Trend


Handel mit Papieröl noch nicht am Maximum.


++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++

Die Ölpreise steigen immer weiter. Der Aufwärtstrend ist zwar überhitzt. Dennoch zeigt er keine Schwäche. Das Engagement in Ölpapieren ist im Vergleich zu den letzten 12 Monaten auf mittlerem Niveau. Und auch die Übergewichtung der Papiere auf steigende Ölpreise ist deutlich vom Maximum entfernt. Das zeigt den Respekt der Anleger zur aktuellen Lage. Ein Absturz wird nicht ausgeschlossen. Es zeigt aber auch, dass noch viel freies Geld existiert, mit dem die Preise noch höher getrieben werden können. Fundamental überwiegen die bullischen Töne. Bärische Nachrichten werden ignoriert. Der Dollar beschleunigt momentan die Talfahrt. Schlechte Daten zum US-Immobilienmarkt und die Idee einer Zinserhöhung in Europa machen den Euro stark.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Produktionsausfall in Nigeria
Iran will höheren Ölpreis
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Öl zieht fliehende Dollarspekulanten an
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
IEA reduziert Nachfragewachstum um 35 %
Hohe OECD-Vorräte
OPEC will Produktion bis 2012 um 15 % steigern
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise stoppen den Anstieg. Preissteigerungen am Weltmarkt werden durch den erneuten Dollarverfall kompensiert. Tendenziell bleibt der Aufwärtsschub erhalten. Eine Entspannung mit deutlich spürbarem Effekt ist nicht in Sicht. Früher oder später ist eine solche Entspannung durchaus wahrscheinlich. Erfreuen wird sie aber niemanden, wenn ihr ein weiterer Anstieg vorausgeht. Was auch immer an der Preisfront geschieht, das Interesse sollte auf den Verbrauch gerichtet werden. Er muss sinken.


23.04.08

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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Alle Kommentare:

misterdata schrieb am 2008-04-24 05:05:56 Leider liegen Sie mit Ihrer Einschätzung vermutlich wie meist richtig.

Ich befürchte, einen nachhaltigen Preisrückgang gibt es nur, wenn die Nachfrage deutlich zurückgeht. Als Auslöser dafür kann ich mir eigentlich nur zwei Gründe vorstellen:
Entweder der Verbrauch von China (und Indien) geht durch eine nationale Stagnation/Rezession zurück.
Oder es gibt wieder Mal Ängste vor einer globalen Rezession, beispielsweise ausgelöst durch eine Naturkatastrophe oder einen außergewöhnlichen Terroranschlag. Nicht wirklich wünschenswert.



 
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