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HEIZÖL: Preise weiter hoch


Die Preise halten ihr hohes Niveau in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld. Irak, Nigeria, Venezuela als Hort der Instabilität und die USA mit ihren Versorgungsproblem behalten die Preisentwicklung fest im Griff. Kurzfristig gibt es kaum eine Chance auf eine nachhaltige Veränderung.

In dem seit Wochen gleichbleibenden Umfeld wird in dieser Woche mal wieder ein Hurrikan auftauchen. Ignacio befindet sich derzeit auf dem Meer vor der Küste Mexikos. Händler beobachten gespannt seinen Verlauf. Damit befindet sich das nächste Argument für steigende Preise in der Pipeline.

Auf der Seite der Bären ist es still geworden. Preissenkende Argumente gibt es aktuell nicht. Aber es gibt einige Analysten, die für die späten Monate des Jahres sinkende Preise vorhersagen. Wenn die Fahrsaison in den USA beendet ist und die große Nachfrage nach Benzin abschwillt, sollte langsam eine Entspannung eintreten. Sie rechnen vor allen Dingen damit, dass die Rohöllage sich dann durch größere Liefermengen aus den Nicht-OPEC-Ländern verbessern wird. Während sich Texas-Öl in der nächsten Zeit zwischen 30$ und 34$ bewegen wird, sagen die Auguren für November Preise um 25$ voraus.

Bevor es soweit ist, rechnen diese Analysten aber mit neuen Höchstpreisen. Sie befürchten, dass Benzin in den USA die Vorkriegs- und Kriegspreise der Monate Februar und März übersteigen wird. Dem Preisauftrieb wird sich Europa kaum entziehen können.

Der danach vorhergesagte Preisverfall wird die Heizölpreise in Europa positiv beeinflussen. Bei einem Anhalten des starken Dollartrends zur Verteuerung würde allerdings der größte Teil der Verbesserung aufgezehrt werden. Sollte der Dollar zu einer Parität von 1,10 EUR zurückkehren, bedeutete dies eine Steigerung von rund 20%. Demgegenüber stünde ein prognostizierter Ölpreisverfall von 20% bis 25%. Die Differenz ist dürftig.

Heute Morgen bewegt sich nichts beim Gasöl. In London wird nicht gehandelt. Man feiert Bankenferien. Die letzte Notierung stand bei 249,75$ pro Tonne.

Unsere Heizölpreise haben das letzte Top überschritten und ein neues 4-Monats-Hoch erreicht. Heute Morgen steigen sie nicht weiter an. Wir rechnen allerdings damit, dass sich Heizöl im Verlauf der Woche verteuern wird. Die nächste Entspannung wird vermutlich mit der vorläufigen Entwarnung über die Lage der Benzinversorgung in den USA kommen. Das sollte Mitte September der Fall sein. Es wäre naheliegend, dass der Dollar dann auch mal wieder eine Phase der Schwäche nach so viel Stärke zeigt.

25.08.03

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