HEIZÖL: Preise zeigen Nerven
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Wenn es Al Kaida gelingt, die saudische Ölwirtschaft nur teilweise zu zerbomben, trifft sie die Weltwirtschaft in der momentanen Lage ins Mark. Innerhalb der OPEC hat nur Saudi Arabien relevante Kapazitäten zur Ausstoßerhöhung.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge vor Terrorattacken auf saudische Ölanlagen (starker Einfluss) Zweifel an OPEC-Fähigkeit zur Ausstoßerhöhung (starker Einfluss) Knappheit bei schwefelarmen US-Benzin (starker Einfluss) Partisanenkrieg im Irak mit Anschlägen auf Öleinrichtungen Geringe Vorräte in den USA und Japan Weltweite Raffineriekapazitäten werden knapp Nachfragewachstum über allen Erwartungen Fonds setzen auf steigende Preise Charttechnik, Aufwärtstrend dominant
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien wird Förderung erhöhen OPEC bereit alle Förderkapazitäten zu aktivieren Russland und Mexiko stellen Extraversorgung in Aussicht OPEC fördert über Quoten China dämpft Wachstum energieintensiver Branchen
Unsere Heizölpreise schießen erwartungsgemäß in die Höhe. Sie folgen dem Weltmarkt, der gestern einen mehr als 5%igen Preisanstieg verzeichnete. Neue Höchstkurse wurden erreicht. Im Verlauf der Woche könnte es durch die OPEC-Bemühung, den Preisen Einhalt zu gebieten, etwas Entspannung geben. Die würde aber erfahrungsgemäß dazu genutzt, einen weiteren Preisaufschwung in Gang zu setzen. Uns scheint es derzeit ratsam Heizöl zu kaufen, um weitern Preissteigerungen zuvor zu kommen. Ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht.
02.06.04
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