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HEIZÖL: Psychologie statt Fakten
+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Rita ist relativ glimpflich abgezogen. Nach einem ersten Aufatmen mit sinkenden Preisen putschten bullische Kräfte und trieben die Preise wieder in die Höhe. Fakten haben sie nicht zu bieten. Ausfallzahlen machen die Runde, die die Sturmschäden groß reden sollen. Und der nahende Winter wird gehandelt, als sei er ein Ereignis wie ein Hurrikan. Die gute Vorratslage wird ausgeblendet. Der Markt lässt sich von Angst regieren. Bush versucht mit den Reserven gegenzuhalten. Der Dollar hatte gestern wenig Anteil an der Preisbildung für Heizöl.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Versorgungsängste vor dem Winter Produktionsausfall durch Abschaltungen von Ölanlagen Iran droht mit dem Ölhahn Raffineriekapazitäten knapp Institute prognostizieren Teuerung
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rita war weniger zerstörerisch als erwartet Freigabe der strategischen Reserven OPEC zu Liefererhöhung bereit Russland steigert Förderung Voraussetzung für mehr Sparsamkeit günstig Nachfrageprognosen nach unten revidiert
Unsere Heizölpreise wurden erneut in die Höhe gezwungen. Es ist zu früh, um die Hoffnung auf eine spürbare Gegenreaktion zu den hohen Preisen endgültig zu begraben. Gut sind die Umstände allerdings nicht mehr. Die Charts zeichnen ein schlechtes Bild. Sollte der Aufwärtstrend jetzt wieder Fahrt aufnehmen, ist erst nach Winterbeginn mit der nächsten Abwärtswelle zu rechnen.
27.09.05
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