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HEIZÖL: Richtungswechsel aber kein Stimmungswechsel
Öl billiger, Dollar teuer.
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Gestern drehte die Preisentwicklung am Ölmarkt. Als fundamentalen Grund könnte man das Bemühen der OPEC um Preisdämpfung nennen. Da es aber nicht mehr als ein verbaler Angriff auf die Preise ist, wird keine neue Situation an den Märkten entstehen. Der Richtungswechsel lässt sich besser auf eine fällige Gegenreaktion nach langem Preisanstieg einordnen. Die Grundstimmung bleibt bullisch. Der Dollar gewinnt nach der Zinsanhebung deutlich. Sein Abwärtstrend kommt ins Wanken.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Förderung nahe am Limit Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien Geopolische Lage, allgemeine Unsicherheit Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Charttechnik: Gegenreaktion auf starken Preisanstieg Befriedigende Versorgungslage Befriedigende US-Vorräte (nicht Heizöl!) Befriedigende Vorräte der OECD-Länder
Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Der Weltmarkt gäbe mehr Preisrückgang her. Aber ein wieder erstarkender Doller kompensiert einen Teil des Vorteils. Die Zeit ist durchaus reif für einen Preisrückgang. Dass dabei ein grundsätzlich tieferes Niveau zu erwarten ist, schließen wir aus. Verbraucher üben sich in Kaufzurückhaltung. Die Gefahr wächst schon wieder, dass Käufe irgendwann in einem Boom getätigt werden, der heftige Preissteigerungen mit sich bringt.
23.03.05
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