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HEIZÖL: Sorgen verflogen
Preise fallen weiter
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Im Laufe der letzten Monate hat sich am weltweiten Versorgungssystem kaum etwas geändert. Bullische Gefahren für die Preise bestehen weiterhin. Dennoch wird die Versorgung heute anders beurteilt als vor wenigen Wochen. Das Gefühl, permanent an der Versorgungsgrenze zu operieren, ist der Einstellung, wir brauchen derzeit weniger, als wir haben, gewichen. Dadurch sind die Preise unter Druck geraten. Dieser Druck erweist sich als so dauerhaft, dass er nun den lang anhaltenden Seitwärtstrend angreift und die Preise in einen Abwärtstrend schickt. Am Währungsmarkt ist es sehr still geworden. Die Dollar-Euro-Parität schwingt mit geringen Ausschlägen um ein konstantes Niveau.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Streik soll Nigerias Ölförderung für 3 Tage lahm legen Atomstreit mit dem Iran (schwach) Hurrikansorgen in den USA (schwach) Instabile Lage im Irak (schwach) Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen Weltweites Nachfragewachstum stetig
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Großer Ölfund in den USA Hurrikanprognose gesenkt US-Konjunktur kühlt sich ab Gute Vorratslage der OECD-Länder Gute Rohölversorgung BP kann Alaska-Pipeline zu 50% betreiben Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Unsere Heizölpreise fallen weiter. Vielerorts ist die Marke von 0,60 Euro pro Liter bei 3000 Liter Liefermenge unterschritten, obwohl die Versorgungslage im Inland angespannt ist. Das Preisniveau gegenüber dem Weltmarkt ist weiterhin etwas zu hoch. Dennoch bieten sich nun bessere Einkaufsbedingungen als im Hochsommer. Man sollte bei einer Bestellung auf alle Fälle eine längere Lieferzeit einkalkulieren. Wer den Tank bis zum letzten Tropfen strapaziert, wird Probleme bekommen.
von Klaus Bergmann
07.09.06
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