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HEIZÖL: Stabile Trends


Am Freitag erreichte der Rohölpreis an der New Yorker NYMEX zum x-ten Mal in Folge ein neues Hoch nach dem Irakkrieg. Dieses Mal wurde es von einem neuen Hoch für Brent flankiert. Damit setzt sich der stabile Aufwärtstrend der Ölpreise fort.

Nach Erreichen der Höchststände fielen die Notierungen deutlich. Diese Reaktion wird als konsolidierende Gegenbewegung nicht aber als Trendveränderung verstanden. Heizöl und Benzin gaben dagegen kaum etwas von ihren Höchstpreisen ab.

Angesichts der Vorratslage in den USA überrascht die Tatsache, dass Heizöl und Benzin die aktuellen Motoren der Bewegung sind. Ihre Lager sind recht gut gefüllt. Besorgniserrechend ist dagegen die Situation beim Rohöl. Die Vorräte standen seit 29 Jahren nicht mehr so tief.

Dass Heizöl als Preistreiber fungiert, muss der Wetterprognose zugeschrieben werden. Im Verlauf der Woche soll es in heizölstarken Regionen der USA sehr kalt werden. Es wird erwartet, dass die Tiefsttemperaturen um weit über 10 Grad fallen.

Innerhalb der OPEC wird die Forderung nach einem Aufstocken der Förderung bisher ignoriert. Die Kartellmitglieder halten den hohen Ölpreis angesichts der Dollarschwäche für gerechtfertigt und verstehen ihn als Ausgleich zum Kaufkraftverlust ihrer wichtigsten Devise. Im Übrigen fördert die OPEC bereits 1,5 Mio. Barrel pro Tag über ihrer Quote.

Die dominanten Kräfte im Markt sind die Fonds und die Charttechnik. Die Fonds haben ihren Bestand an Longpositionen, also Kontrakte auf steigende Preise, auf den höchsten Wert seit vier Jahren getrieben. Bullischer könnte die Stimmung kaum sein. Bestätigt sehen sie sich in ihrer Haltung vom Bild, das der Preischart zeichnet. Es weist auf einen stabilen und noch ausbaufähigen Aufwärtstrend hin. Kurze Gegenreaktionen gehören dabei zum Geschäft. Die Preisbildung der kommenden Woche sollte in erster Linie auf dieser Grundlage erfolgen.

Der Dollar folgt weiterhin seinem Abwärtstrend. Die kompensierende Wirkung der Devise zum steigenden Ölpreis bleibt vermutlich erhalten. In Europa ist daher nur ein langsamer Anstieg der Ölpreise zu erwarten.

Der Gasölpreis zeigt heute Morgen kaum Veränderung zum Freitag. Die Tonne kostet aktuell 292,50$.

Unsere Heizölpreise gaben am Ende der Woche etwas nach. Mittelfristig werden sie sich einem weiteren Anstieg kaum widersetzen können. Kurzfristig könnten die Preise marginal besser werden. Ein Preisanstieg sollte aber in jedem Fall moderat verlaufen, da der Dollarkurs Steigerungen am Weltmarkt kompensiert. Aktuell lädt das Preisniveau auf keinen Fall zum Kauf einer Jahresmenge ein. Eine Teilmenge zum Überstehen des Winterns belastet den Geldbeutel dagegen in einem noch erträglichen Maß.

12.01.04

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