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HEIZÖL: Suche nach Gründen
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Argumentativ sind die Preise ausgereizt. Sie werden durch Stimmungen getrieben. Aber auch Stimmungen brauchen Gründe, selbst wenn diese nur konstruiert sind. Gestern war lediglich ein weiteres Raffinerieproblem in den USA zu finden. Das machte Benzin teurer. Für neuen Schub der Rohöl- und Heizölpreise reichte es nicht. Aus der Hurrikanphantasie lässt sich nicht schöpfen. Der Sturm Katrina wird schwächer. Also wartet man auf die nächste Idee, die die Stimmung wieder anfacht. Derweil tastet sich der Dollar auf seinem Abwärtstrend voran.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Unplanmäßige Raffinerieabschaltungen Raffineriekapazitäten knapp Hurrikanängste Iran könnte zum Ölhahn greifen Nachfragesteigerung hoch Terrorängste in Saudi Arabien Institute prognostizieren deutliche Teuerung Charttechnik: Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Entspannte Vorratslage OPEC wird bei Bedarf mehr Öl bereitstellen Nachfrageprognosen leicht gesenkt BP prognostiziert tiefere Preise
Unsere Heizölpreise entwickelten sich gestern regional unterschiedlich. Die hohe Inlandsnachfrage führt zu einem Eigenleben. Die Preise sind nicht nur an die Weltmarktentwicklung gekoppelt. Insgesamt bleibt der Aufwärtstrend erhalten. Mit weiterer Teuerung muss gerechnet werden. Wer mit seinem Vorrat nicht bis in den Winter hinein kommt, sollte trotz hoher Preise kaufen. Nennenswerte Entspannung erwarten wir erst nach Wintereintritt.
26.08.05
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