HEIZÖL: Truthahn verhindert Preisanstieg
+++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++
Die Preise werden in den USA gemacht. Diese alte Weißheit des Ölmarkts wurde gestern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Börsen waren geschlossen. Die Preise bewegten sich kaum. Die Weißheit gilt zumindest dann, wenn dem Markt preisbewegende Faktoren fehlen, dieser aber dennoch in kräftiger Bewegung ist. Das war in den letzten Wochen der Fall. Der extremen Teuerung liegt keine adäquate Nachrichtenlage zu Grunde. Vielmehr wird diese als Folge des Trends lediglich konstruiert, so dass der Preisanstieg eine Begründung zu haben scheint. Gestern waren die Preise tendenziell rückläufig. Aber auch diese Bewegung wurde ohne die US-Kollegen nicht fixiert. Für die Dollarentwicklung gilt gleiches. Ohne US-Handel bewegt sich nicht viel.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Kaltwetterprognose für US-Heizölregion
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Charttechnik: starker Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
IEA senkt Verbrauchsprognosen
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Europäer verweigern Heizölkonsum
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Die Preisänderung kommt erwartungsgemäß, weil die Hauptpreistreiber, die US-Börsianer, durch das Thanksgiving-Fest blockiert sind. In der nächsten Woche dürfte der Aufwärtstrend weitergehen. Prinzipiell sollte er bald seinen Höhepunkt erreicht haben. Ob die Preise danach deutlich sinken werden, ist allerdings offen. Es wird nicht zuletzt von der Winterentwicklung abhängen. Durch die lang anhaltende Kaufzurückhaltung in Europa baut sich zunehmend Nachfragedruck auf, der einem ordentlichen Preisrückgang nicht dienlich ist.
23.11.07
|