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HEIZÖL: Und wieder geht es aufwärts


Gute US-Arbeitsmarktdaten lassen Kurse steigen


++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++

Kaum hatten sich in der letzten Woche die Preise etwas entspannt, schnellten sie bereits am Freitag wieder hoch. Entsprechende Gründe wurden gesucht und gefunden. Diesmal waren es die US-Arbeitsmarktdaten und die US-Konsumdaten. Beide fielen positiv aus. Das weist darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft stabilisiert. Dem folgt ein hoher Verbrauch an Öl und Ölprodukten. Hinzu kamen am Wochenende neue Angriffe von Rebellen in Nigeria auf Anlagen der Shell. Ein weiterer Angriff der Türkei auf Kurden im Nordirak liefert da nur noch das berühmte Sahnehäubchen. Der Dollar hat am Freitag ebenfalls zugelegt. Die bereits genannten US-Wirtschaftsdaten werden wohl zu einer Pause bei der Zinssenkung durch die FED führen. Dies honorierten die Marktteilnehmer mit steigenden Kursen.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Angriffe in Nigeria
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
IEA reduziert Nachfragewachstum um 35 %
Hohe OECD-Vorräte
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise legen wieder zu. Der Weltmarkt gibt die Preise vor. Aus der Entspannung an der Preisfront in der letzten Woche können zwei Schlussfolgerungen gezogen werden. Die erste Schlussfolgerung lautet, dass zwar auf jedem Anstieg auch ein Abstieg erfolgt. Dass dieser Abstieg aber lange nicht so groß sein muss, wie der vorherige Anstieg. Damit ist das Warten auf Entspannungsphasen ein unsicheres Geschäft. Die zweite Schlussfolgerung lautet, wenn die Preise mehr steigen als sie fallen und der Zeitpunkt des Abstiegs unsicher ist, dann bleibt nur die Reduzierung des Verbrauchs als sichere Maßnahme zur Kostenreduzierung.


05.05.08

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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Alle Kommentare:

misterdata schrieb am 2008-05-06 07:10:28 Dazu wurde eigentlich alles schon oft genug gesagt.

Die verachtenswerten internationalen Finanzspekulanten haben uns den Internet-Hype gebracht (geplatzt 2000/2001), die Immobilien-Blase (geplatzt 2006/2007), nun die Rohstoff-Spekulation.

Erschwerend kommt hinzu das Bevölkerungswachstum und der neue Rekord-Ressouren-Verschwender China.

Avor schrieb am 2008-05-05 13:01:57 Wenn in Amerika einer hustet steigen die Preise, wenn er wieder gesund ist , steigen sie auch. Gute Arbeitsmarkt- und Konsumdaten? Gab es die nicht schon immer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Ist dieser Aufschwung nach dem Rezessionsgeschwafel denn nun plötzlich um soviel besser geworden, der solche übergeschnappten Ölpreise rechtfertigt?

Welches System steckt dahinter und welche mächtigen Organisationen haben hier die Hände im Spiel?
Unerer Politik kann es recht sein, die Steuern steigen ja im gleichen Verhältnis. Die Verbraucher bezahlen ohne zu murren. Was sollen sie sonst auch tun?



 
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