HEIZÖL: Ungleiche Preisdynamik
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Gestern wurde die Annahme gehandelt, dass der Hurrikan Dennis zwar einen großen Produktionsausfall aber keinen großen Schaden hinterlassen hat. Außerdem gab es Zahlen aus China und Russland, die für sich betrachtet bärisch klingen. China steigerte seine Importe gegenüber dem Halbjahr 2004 um lediglich 3,9%. Russland steigerte die Ölförderung im Juni um 1%. Die Preise fielen. Aber dynamisch war das nicht. Elan kam erst gegen Handelsschluss auf, als Rohöl wieder teurer wurde. Dynamisch war hingegen die Dollarbewegung. Zinssenkungen in Europa werden als unwahrscheinlich angesehen. Das drückte kräftig auf den Wert der US-Währung.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp Sorge über Heizöl- und Dieselengpässe im vierten Quartal Behinderung der Ölbranche im Iran befürchtet Steigerung der Gewalt im Irak Terrorwarnungen für Nigeria US-Markt hat sich an hohe Preise gewöhnt Dollar im Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Gute US-Rohölvorräte Saudi Arabien wird Ausstoß um 1,5 Mio. Barrel erhöhen Wirtschaft wird von hohen Preisen gedämpft
Unsere Heizölpreise sind spürbar gesunken. Im Schnitt wurde der Brennstoff bei 3000 Liter Liefermenge um 2,5% billiger. Möglich ist noch mehr Rückgang. Da der Weltmarkt aber keine Anzeichen für einen Stimmungswechsel gibt und seine Tendenz zu langfristig steigenden Preisen beibehält, ist die Spekulation auf weiter fallende Preise risikoreich. Wer vor dem Winter Heizöl benötigt, sollte die kurzfristige Bewegung zum Kauf ausnutzen.
12.07.05
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