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HEIZÖL: US-Ölvorräte: Erstaunlich


Heute ist mal wieder der Tag der Vorratsdaten. Da muss George Bush mit seinem Kriegswunsch hinten an stehen. Das muss er übrigens auch mehr und mehr bei der Opposition in seinem Land. Außer ihm will kaum einer diesen Krieg mit Inbrunst führen. Die Opposition kann sich mit ihrer Haltung zudem auf die Fahnen schreiben, dass sie eine verbraucherfreundliche Entwicklung der Ölpreise verfolge. Die kommen nämlich langsam unter Druck wegen Entzug der Kriegsprämie.

Nun aber zu den Vorräten, die heute Nacht vom API gemeldet wurden. Die erwartete weitere Abnahme beim Rohölbestand in Folge des Hurricans Lili fiel sehr moderat aus. Dafür gab es deutliche Reduktionen bei Heizöl, Diesel und Benzin. Das zeigt, dass die Weiterverarbeitungsanlagen (Raffinerien) ebenfalls abgeschaltet werden mussten.

Die Daten im Einzelnen:

Rohöl verliert 2,6 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun 10,7% unter dem Vorjahresbestand in den Tanks.

Heizöl und Diesel verlieren 2,4 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen damit 3,9% über dem Vorjahresbestand. Vor einer Woche lag der Wert noch fast 3% höher.

Benzin verliert 3,6 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun auf Vorjahresniveau. Auch dieser Wert lag vor einer Woche noch fast 3% höher.

Es ist zu erwarten, dass der Rohölpreis weiter unter Druck kommen wird. Die Preise für die Produkt könnten aber erneuten Auftrieb erhalten. Bis sich diese Entwicklung einstellen sollte muss allerdings noch die Bestätigung durch das DOE heute Nachmittag abgewartet werden.

Der Gasölpreis zeigt heute Morgen in Rotterdam nur eine leichte Steigerung. Mit 241,25 $ pro Tonne bleibt er wieder in der gestrigen Handelsspanne. Insgesamt setzt sich die Erholung (Verbrauchersicht) der letzten Tage fort.

Unser Heizölpreis legt heute Morgen zwar minimal zu. Aber auch er konnte sich ein wenig nach unten absetzen. Seinen 12-Monatsgipfel sah er genau vor einer Woche. Und wieder keimt die Hoffnung, dass es etwas mehr Rückgang geben könnte. Die Gefahren, die das zu vereiteln vermögen, kommen weiter von George Bush und von knappen Vorräten. Letztere gewinnen dann an Bedeutung, wenn das Wetter plötzliche Kältereinbrüche auf dem Plan hat.

09.10.02

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