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HEIZÖL: Volatilität pur


An allen Börsen geht es drunter und drüber. Die Preisbewegungen haben ein Maximum an Volatilität erreicht. Die Unruhe hat viele Ursachen. Hier die wesentlichen Aspekte für die Welt des Öls:

Bush will seinen Krieg. Das stiftet die größte Unruhe und das meiste Potential für weiter steigende Preise.

Nigeria, Algerien und Venezuela wollen mehr Öl in den Markt pumpen. Das sorgt für das Gegengewicht und holt die Preise wieder zurück. Die OPEC sieht sich zunehmend unter Druck und wird auf diese Forderungen noch vor ihrem nächsten Meeting Mitte September offiziell reagieren müssen. Bis dahin bleibt die Sache im Schwung.

In Nigeria machen Ölarbeiter gegen eine geplante Fusion der Gesellschaften Chevron und Texaco mobil. Sie schüren mit ihrer Aktion Ängste um eine regelmäßige Ölproduktion und schaffen so weiteren Preisauftrieb.

Die nach dem gestrigen Handelsschluss zur Veröffentlichung anstehenden Daten über die US-Vorräte sorgten wie so oft bereits im Vorfeld für eine spekulative Preisentwicklung. Die ging gestern aufwärts. Inzwischen wissen wir mehr. Die API-Daten liegen vor.

Rohöl verliert danach 3,9 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegt damit 0,7% unter den Werten des Vorjahres.

Heizöl und Diesel gewinnen 1,7 Mio. Barrel zur Vorwoche. Die Produkte stehen 10,9% höher in den Lagern als ein Jahr zuvor.

Benzin gewinnt 0,2 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 1,9% über dem Vorjahreswert.

Alle Daten fallen besser aus als eine Woche zuvor. Daher drehte die Preisentwicklung noch in der Nacht. Die Zeichen stehen heute Morgen auf ?leichte Entspannung?. In Rotterdam kostet Gasöl 211$ pro Tonne. Das ist knapp unter dem Höchstwert von gestern. Es wird von den Daten des DOE abhängen, ob wir das Preispendel wieder kräftig zurückkommen sehen. Sie werden heute Nachmittag veröffentlicht.

Unser Heizöl ist der ruhende Pol in der tosenden Stimmung. Mit einer gehörigen Portion Dämpfung macht es die wesentlichen Preisbewegungen der Weltmärkte mit. Gestern ging es etwas aufwärts. Insgesamt bleibt der Preis in dem seit Mitte Juni gültigen Rahmen. Derzeit ist auch keine klare Abkehr aus diesem Bereich zu erwarten.

07.08.02

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