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HEIZÖL: Zunächst genug gestiegen


Der Aufwärtstrend steht. Aber Heizölpreise sollten nachgeben.


Überkauft ist der Markt auf alle Fälle. Das lässt eine Gegenreaktion erwarten. Rhein und Dollar entwickeln sich positiv für Verbraucher. Das lässt fallende Heizölpreise erwarten. Aber Israels Attacke gegen Syrien entfacht Befürchtungen, dass die arabische Welt am Ölhahn drehen könnte.

Heute sollten sich die positiven Tendenzen durchsetzen. Das Wetter begünstigt die Pegel auf dem Rhein. Die Frachtraten brechen ein. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis die leergefahrenen Lager auf Normalniveau zurückgeführt sind. Dennoch ist mit nachgebenden Margen zu rechnen.

Beim Dollar scheint sich doch kein Aufwärtstrend auszubilden. Die Arbeitsmarktdaten in den USA, die für eine heftige Aufwärtsbewegung sorgten, wurden zwar mit Freude zur Kenntnis genommen. Aber sie sind so gut, dass inzwischen Zweifel an ihrer Richtigkeit laut werden. Daher bleibt der Druck auf die Währung erhalten.

Die Ölpreise befinden sich in einem Aufwärtstrend, der sie bisher um 12-15% auftrieb. Ein Ende der Bewegung ist nicht in Sicht. Analysten sehen aber deutlichen Korrekturbedarf, der wenigstens kurzfristige Entspannung bringen sollte. Andeutungen einer Gegenbewegung sind in den Preischarts zu erkennen.

Auf der fundamentalen Seite sieht es weniger gut aus. Israels martialische Staatsreaktion auf blutigen Individualterror beunruhigt die Welt. Die Eskalationspolitik könnte die arabische Staaten zu politischen Handlungen treiben. Die Ölwaffe wird wieder in die Diskussion geworfen, d.h. Entzug von Öl den die Politik duldenden und verbündeten Staaten Israels. Es träfe die Industriestaaten im Allgemeinen.

In Nigeria, dem siebtgrößten Ölproduzenten der Welt, wird es zum Generalstreik kommen. Am Donnerstag ist der Auftakt. Die Frage ist nur, ob die Förderung von den Vorfällen betroffen sein wird. Während des letzten Streiks im April wurde der Ölstrom gedrosselt.

Heute Morgen sinkt der Gasölpreis wieder unter die 250$-Marke, die er gestern überwunden hatte. Die Tonne kostet zur Stunde 248,75$.

Unsere Heizölpreise sind im Verhältnis zum Weltmarkt zu teuer. Es gibt eindeutigen Korrekturbedarf. Der sollte mit der Entspannung auf dem Rhein langsam realisiert werden. Der Gasölpreis hatte im August sein letztes Hoch. Unsere Heizölpreise stehen momentan weit über den August-Preisen. Das muss sich ändern. Ob allerdings die heimischen Preise dem Weltmarkt entgegenfallen oder der Weltmarkt langsam auf das heimische Niveau klettert, bleibt offen. Den ersten Fall halten wir für wahrscheinlicher.

07.10.03

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