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HEIZÖL: Zwischen Hurrikanen und Wirtschaftskrise


Die Preise steigen. Sie werden von Hurrikansorgen und sinkenden US-Vorräten geleitet. Von einem Aufwärtstrend kann allerdings noch nicht die Rede sein. Das Vertrauen in die US-Wirtschaft ist angeschlagen. Damit fehlt den Ölpreisen eine wesentliche bullische Komponente. Daran konnten auch gute Konjunkturdaten nichts ändern. Die halfen immerhin dem Dollar weiter in die Höhe. Die US-Währung hat in den letzten Tagen einen fulminanten Anstieg durchlaufen.

Die Hurrikansaison beginnt zu wirken. Ein erster Wirbelsturm ging gestern an Land. Ölanlagen wurden vorsorglich geschlossen. Der Sturm richtete keine Zerstörung an. Ein weiterer Sturm formiert sich zur Zeit in der Karibik. Er wird in einigen Tagen im Süden der USA erwartet. Derartige Nachrichten beflügeln grundsätzlich die bullische Stimmung an den Märkten.

Die hatte gestern eine weitere Quelle in den US-Bestandsdaten. DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) legten erneut rückläufige Zahlen vor. Mittlerweile wird deutlich, dass sich die USA aus ihren Vorräten bedienen. Sie sind seit gut einem Monat rückläufig und unter den Vorjahresbestand gesunken. Bedenklich ist das nicht, da die Vorräte im langjährigen Vergleich immer noch hoch sind. Die Zahlen selbst lauten wie folgt:

Rohöl: -5,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,5 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,2 Mio. Barrel (API)
Benzin: -1,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,8 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 6,1 (DOE) bzw. 3,5 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe sind unter die Werte der Vorwoche und des Vorjahres gesunken. Die Raffinerieverfügbarkeit ist geringfügig auf 92 Prozent angestiegen.

Insgesamt verlief die Preisbewegung gestern verhalten bullisch. Heute Morgen herrscht bärische Stimmung. Die nähert sich nach wie vor aus der Unsicherheit über die Entwicklung der US-Wirtschaft und die daran gekoppelte Ölnachfrage. Diese Unsicherheit zeigt sich nicht zuletzt an den Aktienmärkten. Sie durchlaufen einen rasanten kurzfristigen Abwärtstrend. Charttechnisch befindet sich der Ölpreis zwischen den Stühlen. Der Abwärtstrend scheint beendet zu sein. Ein Aufwärtstrend ist noch nicht ausgebildet. Aktuell deutet sich eine neue Abwärtswelle an. Weitere Tiefstände im Ölpreis sind allerdings noch nicht in Sicht. Der Gasölpreis verliert deutlich gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Die Tonne kostet heute Morgen 622,50 $. Damit ist Gasöl etwas teurer als gestern Früh.

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden sowohl von der Ölpreis- als auch von der Dollarentwicklung getragen. Die Möglichkeit, dass sich in den kommenden Wochen Preise unter den Tiefständen des Monats August einstellen, beurteilen wir als gering. Der Preisvorteil gegenüber dem Vorjahr schmilzt derzeit dahin. Er beträgt aktuell gut sechs Prozent bei einer Liefermenge von 3000 Liter.


16.08.07

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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