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BP: ,,Nicht auf Kosten der Sicherheit gespart“
„Wir haben keinen Umstand entdeckt, bei dem ein menschliches Wesen eine Entscheidung getroffen hat, mit der die Sicherheit zu Gunsten niedrigerer Kosten beeinträchtigt wurde“, erklärte der Rechtsanwalt und Leiter der vom US-Präsidenten Barack Obama eingesetzten Untersuchungskommission Fred Bartlit Jr. bei einer öffentlichen Anhörung in Washington. „Über dieses Thema ist viel behauptet worden, aber wir sind auf keine Situation gestoßen, von der wir sagen können, eine Person habe die Wahl zwischen Kostensparen und Sicherheit gehabt und hätte sich dabei für den Dollar entschieden." Damit kommt Bartlit zu einem anderen Ergebnis als die anderen Ausschüsse, die nach Ursachen für den Untergang der Bohrplattform „Deepwater Horizon" forschen. Sie hatten BP, den Plattformeigner Transocean und den Dienstleister Halliburton beschuldigt, aus Kostengründen nicht sorgfältig gearbeitet zu haben.
Bei der gleichen Veranstaltung kritisierte der ehemalige Leiter der US-Umweltbehörde und ebenfalls führendes Mitglied des Untersuchungsausschusses, William Reilly, das BP-, Transocean- und HalliburtonPersonal wegen seiner „ungeheuerlichen" Entscheidungen und seiner„ Selbstgefälligkeit". Bei allen drei Unternehmen müsse die gesamte Sicherheitspolitik grundlegend dringend reformiert werden. Offensichtlich habe man beim Abschluss der Macondo-Bohrung zu sehr auf das Tempo gedrückt und in den Tagen vor dem Ausbruch eine Reihe unglaublicher Maßnahmen ergriffen.
- Energie Informationsdienst 46/10 vom 15.11.2010 S.20
- 20. Dezember 2010