eid Das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, geht davon aus, dass Grundnahrungsmittel wie Mais und Olsaaten bis zum Jahre 2020 um rund drei Viertel teurer werden. Ursachen für den erwarteten Anstieg seien das chinesische Wirtschaftswachstum, die Klimaveränderung und die wachsende Nachfrage nach Biokraftstoffen, sagte IFPRI?Direktor Joachim von Braun. Er ist Autor der Studie "The World Food Situation" zur Welternährungslage, die soeben in Peking präsentiert wurde.
Vor allem die ehrgeizigen Ziele Europas, der USA und anderer Länder, einen wesentlichen Teil ihres künftigen Energiebedarfs mit nachwachsenden Rohstoffen zu decken, werde Nahrungsmittel in den nächsten Jahren erheblich verteuern, so Braun. Diese Entwicklung werde die Menschen in armen Ländern am härtesten treffen, weil sie sowohl die Preise nach oben treibe als auch die Verfügbarkeit von Nahrung weiter einschränke.
Das IFPRI-Institut in Washington gehört zur Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung CGIAR, einem strategischen Bündnis von 62 Entwicklungs- und Industriestaaten sowie internationalen Organisationen und Institutionen. Das Institut macht sich beim Zusammenhang zwischen einer Klimaerwärmung und der Welternährung noch andere Sorgen. Es mahnt dringend erhöhte Anstrengungen zur Züchtung neuer Nahrungspflanzen an. Sich ändernde Bodenbedingungen erforderten Sorten, die tolerant seien gegen Dürre und Salz und die den knappen Dünger effizienter aufnehmen. Auch müssten hierfür Möglichkeiten der Gentechnik eingesetzt werden. Braun: "Wir brauchen eine grüne Revolution.
Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 50/07 vom 10. Dezember 2007 Seite 11
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