eid Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erwartet den Höhepunkt der weltweiten konventionellen Erdölförderung um das Jahr 2020. Das noch vorhandene Potenzial an Erdöl könne bei einem moderaten Verbrauchsanstieg die Versorgung noch zehn bis fünfzehn Jahre gewährleisten, heißt es in der neuesten BGR-Studie "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen". Ab 2020 gehe die Ölförderung zurück, und es sei mit einer Versorgungslücke zu rechnen, die andere Energieträger ausgleichen müssten. Dazu könnten, so die Bundesanstalt, auch Kraftstoffe zählen, die aus Erdgas, Kohle und Biomasse hergestellt werden. Laut Studie betragen die bekannten und wirtschaftlich förderbaren Erdölreserven derzeit weltweit 163 Milliarden Tonnen. Hinzu kämen weitere Erdölressourcen, deren Förderung bislang noch unwirtschaftlich sei bzw. die im Boden vermutet werden. Nach Auffassung der BGR wird der Anteil des Öls aus den Golf-Staaten in Zukunft erheblich zunehmen, der Anteil von Ölsanden und Ölschiefern dagegen bis 2020 nur einen Anteil von 5 bis 10 Prozent an der Gesamtförderung erreichen. 62 Prozent der bekannten weltweiten Erdölreserven entfallen auf die Golfstaaten.
Erdgas, Kohle und Uran stehen laut Studie noch jahrzehntelang in ausreichender Menge zur Verfügung. Die Erdgasreserven beziffert die BGR auf 181 Billionen m³, die vermuteten weiteren Ressourcen auf 207 Billionen m³. Der EID wird in seiner nächsten Ausgabe ausführlich über die Studie berichten.
Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 49/07 vom 02.Dezember 2007 Seite 25
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