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Iran: Benzinsubvention führt zu Gasverknappung
Der Verzicht auf Subventionen fossiler Energieträger allein bei den 20 größten Energieverbrauchern unter den Schwellen- und Entwicklungsländern wie China, Indien, Indonesien, Malaysia, Pakistan, Thailand oder Vietnam würde nach Berechnungen des Chefvolkswirts der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Fatih Birol, den Treibhausgasausstoß der Welt um 13 Prozent sinken lassen. Ein Beispiel für die unerwünschten Folgen solcher Subventionen ist der Iran. Dank staatlicher Unterstützung kann dort jeder Autofahrer monatlich 100 Liter Benzin zum Preis von umgerechnet etwa 5 US-Cent je Liter kaufen. Für höhere Mengen muss er den vierfachen Preis zahlen. Dadurch hat sich der Benzinverbrauch des Landes, das zu den ölreichsten der Welt zählt, derart erhöht, dass rund 40 Prozent des Bedarfs nur durch Benzinimporte gedeckt werden können, die zu weit höheren Preisen auf dem Weltmarkt eingekauft werden müssen.
Bei Gas ist das Land auf Einfuhren aus Turkmenistan angewiesen. Der Gasverbrauch im Iran hat sich von 62 Milliarden im Jahr 2000 bis 2008 auf 122 Milliarden m3 fast verdoppelt. Damit konnte die Gasförderung auch wegen der Sanktionen gegen das Land kaum Schritt halten, zumal immer mehr des gewonnenen Gases in ölführende Schichten eingepresst werden muss, um den Lagerstättendruck aufrecht zu erhalten und die Ölproduktion nicht absacken zu lassen.
- Energie Informationsdienst vom 07.12.2009 50/09 S. 21
- 7. Dezember 2009