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Nach Shale-Gas nun Shale-Öl in den USA

In den USA haben kleinere und mittlere Ölexplorationsunternehmen damit begonnen, die für die Erschließung von Gasvorkommen in Schiefern entwickelte Technik auch für die Förderung von Öl anzuwenden, das ebenfalls in feine Poren im Schiefer eingeschlossen ist. Dabei bohren sie etwa 3.000 Meter senkrecht in die Tiefe und dann weitere 3.000 Meter in der Horizontalen. Dann brechen sie mit unter hohem Druck in die Bohrung eingepresstem Wasser das Gestein auf, so dass Öl gewonnen werden kann. Der Erfolg dieser Methode hat die Preise für Schürfrechte in den letzten zwei Jahren von knapp 6 US-Dollar je Acre (0,4 Hektar) auf 10 US-Dollar steigen lassen. Der US Geological Survey schätzte vor zwei Jahren die technisch gewinnbare Ölmenge des Niobrara-Schiefers, der sich im Untergrund von Colorado, Kansas und Nebraska hinzieht, auf 400 bis 600 Millionen Tonnen, die sich laut der Beratungsfirma Wood Mackenzie zu Kosten von rund 50 US-Dollar je Barrel fördern ließen. Nimmt man die anderen Schiefervorkommen hinzu, könnten sich die Ölreserven der USA um mehr als 800 Millionen Tonnen erhöhen. In fünf Jahren könnte die Ölgewinnung aus Schiefer in den USA 50 Millionen Tonnen im Jahr erreichen, sagte Pete Stark von der renommierten Beratungsgruppe Cambridge Energy Research Associates (IHS CERA) der „Financial Times". Damit würde die Ölförderung an Land in den Vereinigten Staaten erstmals seit Jahrzehnten wieder steigen.

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