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Optimistische Schätzung venezolanischer Ölreserven

Der US Geological Survey (USGS) hat eine neue Schätzung der Ölreserven Venezuelas vorgelegt. Danach verfügen die Öllagerstätten im so genannten Orinoco-Becken, in dem vor allem Schwerstöle gefördert werden, über Reserven von etwa 70 Milliarden Tonnen Öl. Damit allein würde Venezuela doppelt so viel Öl besitzen wie SaudiArabien, das bei den Ölreserven traditionell an der Spitze steht. Die neuen Schätzungen des USGS, die einen 45-prozentigen Entölungsgrad zu Grunde legen, gehen damit noch weit über die optimistischsten Angaben des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chavez hinsichtlich des Ölreichtums seines Landes hinaus.
Die staatliche Petroleos de Venezuela (PDV) hat sich bisher nicht zu den Angaben der amerikanischen Wissenschaftler geäußert. Der venezolanische Ölgeologe und ehemalige Vorstand der PDV, Gustavo Coronel, betrachtet die USGS-Daten jedoch skeptisch. Wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press äußerte, glaubt er nicht an einen Entölungsgrad von mehr als 25 Prozent. Auch ließe sich ein großer Teil dieses Öls nicht wirtschaftlich gewinnen. Laut BP Statistical Review belaufen sich die Ölreserven Saudi-Arabiens auf 36,3 Milliarden Tonnen. Für Venezuela meldet diese Quelle Reserven von 14,7 Milliarden Tonnen Öl.

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