Primärenergieverbrauch deutlich gesunken Niedrigster Ölverbrauch seit 1990
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"Primärenergieverbrauch deutlich gesunken Niedrigster Ölverbrauch seit 1990"

eid Vornehmlich wegen des über das Jahr gesehen warmen Wetters ist der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland in den ersten neun Monaten 2007 deutlich hinter dem des kalten Jahres 2006 zurückgeblieben. Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG) jetzt nach vorläufigen Berechnungen bekannt gab, lag der PEV zwischen Januar und September dieses Jahres mit 341 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) um 7,5 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Besonders deutlich waren die Verbrauchsrückgänge denn auch bei den klassischen Raumwärmeenergien leichtes Heizöl und Erdgas. Der HEL-Konsum lag nach neun Monaten 2007 um rund 40 Prozent unter der Menge des Vorjahres, wobei auch die gute Bevorratung der Verbraucher in Kombination mit den steigenden Preisen eine Rolle spielte. Auch die Erdgasversorger klagten über ein Absatzminus von mindestens 15 Prozent beim Heizgas.

Was den gesamten Ölverbrauch betrifft, so sank er in den ersten drei Quartalen um rund 10 Prozent auf 118 Millionen Tonnen SKE. Das war laut AG der niedrigste Verbrauch seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Benzin und Diesel wurden in diesem Jahr zusammen fast genau so viel verbraucht wie 2006 (der OK-Konsum sank um etwa 3 Prozent, während der von Diesel um gut 2 Prozent stieg). Größer geworden ist allerdings der Anteil der Biokraftstoffe. Er stieg bezogen auf den gesamten OK- und DK-Verbrauch auf rund 6 Prozent. Neben Diesel wurde in diesem Jahr auch mehr Flugturbinenkraftstoff verbraucht, bei den anderen Produkten war die Konsumentwicklung weitgehend rückläufig.

Der Erdgasverbrauch ging laut AG im ersten bis dritten Quartal 2007 insgesamt um 11,6 Prozent auf 73 Millionen Tonnen SKE zurück. Nicht nur die privaten Haushalte konsumierten weniger, sondern auch die Industrie. Der Gasverbrauch der Kraftwerke sank um rund 5 Prozent, auch weil viel Wind zur Verfügung stand und so in den Windparks mehr Strom produziert wurde.

Der Steinkohlenverbrauch war dieses Jahr im Vergleich zu 2006 weitgehend stabil. Die Kraftwerke setzten etwas weniger Steinkohle ein, die Stahlindustrie mehr. Bei den Braunkohlenkraftwerken war die Verfügbarkeit in diesem Jahr dagegen bisher sehr hoch, so dass hier der Konsum um knapp 3 Prozent stieg.

Ein größeres Minus gab es auch bei der Stromproduktion aus Kernenergie. Einige Kernkraftwerke mussten zeitweise vom Netz genommen werden, unter anderem die Vattenfall Europe-Meiler Krümmel und Brunsbüttel nach Störfällen. Die erneuerbaren Energien sind inzwischen mit 6,2 Prozent am deutschen PEV beteiligt, nach 5,5 Prozent. 2007 war bisher ein Windjahr, insofern erhöhte sich die Windstromproduktion um stolze 58 Prozent. Die Wasserkraftwerke stellten bisher 0,5 Prozent mehr Strom als 2006. Bei den sonstigen Energieträgern - darunter in erster Linie Brennholz - ging der Verbrauch um 3 Prozent zurück.

Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 45/07 vom 05.November 2007 Seite 4





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