Mit dem bevorstehenden Machtwechsel durch den Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen stehen die amerikanischen Energiekonzerne nun offenbar doch einem amerikanischen Klimaschutzgesetz weniger ablehnend gegenüber. „Wir müssen uns den Treibhausgasen stellen", sagte John Hofmeister, Präsident der Shell Oil Company vor dem National Press Club in Washington. Man bräuche einen nationalen Ansatz. Der richtige Weg sei ein Bundesgesetz, „wir können nicht 50 verschiedene Politiken bewältigen", so Hofmeister mit Blick auf umweltpolitische Vorreiterstaaten wie Massachusetts und Kalifornien, die bereits in diesem Jahr ihre eigenen Klimaschutzgesetze verschärft haben. Auch bei Exxon Mobil scheint sich ein Sinneswandel zu vollziehen. Offenbar gibt es Überlegungen, die Finanzierung des umstrittenen Forschungsinstituts einzustellen, das seit Jahren gegen die These eines menschlich verursachten Klimawandels argumentiert. Ein radikaler Wandel in der US-Klimapolitik wird für die kommenden zwei Jahre allerdings noch nicht erwartet, denn, so die Einschätzung von Experten, US-Präsident George W. Bush dürfte in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit Umweltschutzinitiativen der Demokraten mit einem Veto blockieren.
Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 03/07 vom 15. Januar 2007 Seite 11
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