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Während die Welterdgasreserven steigen, stagnieren die Welterdölreserven

Zwar sind 2009 die Welterdölreserven nicht gestiegen, dennoch wurde mehr Erdöl gefunden als gefördert. In Westeuropa gehen sowohl die Öl- als auch die Gasreserven zurück.

Die Öl- und Gassucher waren im vergangenen Jahr erfolgreich. Durch neue Funde unter anderem in Australien, China und Turkmenistan sind die bestätigten Gasreserven der Welt um knapp 6 Prozent auf rund 185.400 Milliarden m3 gestiegen. Dagegen haben sich die bestätigten Ölreserven der Welt nur wenig verändert. Sie lagen zu Beginn dieses Jahres mit 195.375 Millionen Tonnen nur um knapp 1 Prozent über dem Niveau von vor zwölf Monaten. Aber das bedeutet: Es wurde im letzten Jahr abermals mehr Öl gefunden als gefördert. Die Ölproduktion betrug rund 3.803 Millionen Tonnen Rohöl - das aus mehr als 883.000 Fördersonden strömte oder gepumpt werden musste - und so mehr als ersetzt werden konnte. Die Ölproduktion fiel im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent niedriger aus als noch 2008, als sie um 0,4 Prozent gestiegen war.
Wie aus einer Zusammenstellung des „Oil & Gas Journal" (OGJ) aus offiziellen Quellen hervorgeht, war die Entwicklung der Öl- und Gasreserven in den einzelnen Regionen der Welt in den letzten zwölf Monaten sehr unterschiedlich. Die Reserven erhöhten sich vor allem im asiatisch/pazifischen Raum. Dort nahmen die Gasreserven um 25 Prozent und die Ölreserven um 18 Prozent zu. Deutlich erhöhten sich auch die Gasreserven mit 8,5 Prozent in Osteuropa und in der GUS. Einbußen erlitt dagegen Westeuropa. Hier verminderten sich die Reserven an Öl (- 3Prozent) und Gas (- 2 Prozent) wegen der natürlichen Erschöpfung der Vorkommen. In den übrigen Regionen kam es im Vergleich zu 2008 zu keinen großen Veränderungen in den Daten. Das gilt auch für die OPEC-Länder, deren Gasreserven um 1 Prozent ab- und deren Ölreserven um knapp 1 Prozent zunahmen. Diese Stagnation kann aber, wie es im „OGJ" heißt, auch daran liegen, dass nicht alle Staaten jedes Jahr neue Angaben über ihre Öl- und Gasvorkommen machen.
Bei der Ölförderung kam es lediglich in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion zu einem Anstieg. Das war vor allem dem kräftigen Plus in der Ölproduktion Aserbaidschans und Kasachstans zu verdanken. In allen anderen Regionen lag die Ölgewinnung deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Im Nahen Osten betrug das Minus 8,3 Prozent, in Westeuropa 7,6 Prozent, in Afrika 6 Prozent, in Nord- und Südamerika sowie im asiatisch/pazifischen Raum jeweils knapp 1 Prozent. Eine überraschende Entwicklung gab es in den USA. Nach Angaben der EnergyInformation Administration verringerten sich die Ölreserven der USA im vergangenen Jahr um gut ein Zehntel, während die Ölproduktion um fast 8 Prozent gesteigert wurde. Es war der erste Anstieg in der US-Ölförderung seit 1991.

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